Aufklärungsdrohne vom Typ Heron | Bildquelle: dpa

Nach Aus für "Euro Hawk" Bundeswehr will offenbar israelische Drohnen kaufen

Stand: 12.01.2016 05:21 Uhr

Das Verteidigungsministerium hat sich laut einem Zeitungsbericht für die Anschaffung einer Aufklärungsdrohne entschieden. Demnach will die Bundeswehr israelische Drohnen des Typs "Heron TP" erwerben. Das US-Konkurrenzmodell "Predator" wäre damit aus dem Rennen.

Die Bundeswehr will einem Pressebericht zufolge israelische Aufklärungsdrohnen des Typs "Heron TP" erwerben, die auch bewaffnet eingesetzt werden können. Der "Kölner Stadt-Anzeiger" berichtete, das Verteidigungsministerium habe sich für die "Heron TP" und damit gegen das US-Konkurrenzmodell des Typs "Predator" entschieden. entschieden.

Demnach sollen die unbemannten Flugzeuge vor allem zur Aufklärung eingesetzt werden, doch können sie auch Raketen auf Bodenziele abfeuern. "Ein Jahr nach der grundsätzlichen Entscheidung der Ministerin, bewaffnungsfähige Drohnen für die Bundeswehr zu beschaffen, wurde nun festgelegt, ein israelisches Modell zu beschaffen", sagte der Grünen-Wehrexperte Tobias Lindner.

Die "Heron TP" soll als vorübergehende Lösung beschafft werden und später durch eine ebenfalls waffenfähige Drohne ersetzt werden, die derzeit mit Frankreich und Italien entwickelt wird und etwa 2025 in die Produktion gehen soll.

Deutschland hatte die Entwicklung der Aufklärungsdrohne "Euro Hawk" im Oktober 2014 gestoppt, weil eine Zulassung für den deutschen Luftraum fehlte und die Kosten aus dem Ruder liefen. Nach dem Debakel mit dem Rüstungsprojekt suchte das Verteidigungsministerium nach einem Ersatz für die Bundeswehr, bis eine langfristige Alternative bereitsteht.

Über dieses Thema berichtete das nachtmagazin am 13. Januar 2016 um 00:30 Uhr.

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