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[Bildunterschrift: Soldaten stehen bei Auslandseinsätzen unter besonderer Belastung. ]
Die Versorgung traumatisierter Soldaten soll nach dem Willen des Bundestags verbessert werden. Dazu soll die Bundeswehr eine zentrale Ansprechstelle für Soldaten mit psychischen Problemen schaffen.
Zudem soll bis Mitte des Jahres in Berlin ein Kompetenzzentrum zur Erforschung des sogenannten Posttraumatische Belastungssyndroms (PTBS) eingerichtet werden. Bislang werden Betroffene in verschiedenen Bundeswehrkrankenhäusern versorgt.
PTBS tritt bei Soldaten insbesondere nach Auslandseinsätzen auf. Es handelt sich dabei um eine verzögerte psychische Reaktion auf nicht verarbeitete Schockerlebnisse wie Unfälle, Gewalt oder auch Folter.
Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) ermutigte betroffene Soldaten, Hilfsangebote anzunehmen. Seelische Verwundungen würden von Betroffenen und der Öffentlichkeit oftmals als Schwäche empfunden. Diese seien jedoch genau so ernst zu nehmen wie körperliche Verwundungen, so Jung.
Nach Angaben des Ministers hat die Zahl der Fälle von PTBS in der Bundeswehr insbesondere beim Einsatz in Afghanistan zugenommen. Während 2005 noch 121 Soldaten an posttraumatischen Belastungsstörungen litten, seien es im vorigen Jahr 245 Betroffene gewesen. Die Zunahme der Erkrankungen liege zum einen an der "Einsatzintensität", zum anderen aber auch an der zunehmenden Bereitschaft der Soldaten, sich behandeln zu lassen, so Jung.
Trauma-Fälle bei der Bundeswehr: Seit 1996 wurden über 1000 Bundeswehrsoldaten nach Auslandseinsätzen mit einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) behandelt.
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