Horst Seehofer und Angela Merkel | Bildquelle: AFP

Wahl eines neuen Bundespräsidenten CSU will eigenen Unionskandidaten

Stand: 09.11.2016 14:30 Uhr

Zuletzt hieß es, Kanzlerin Merkel habe mit den Grünen über eine Kandidatur für die Gauck-Nachfolge verhandelt. Nun jedoch verlangt die CSU laut Medienberichten von der CDU, mit einem Unionsbewerber in die Bundesversammlung zu gehen.

Die CSU verlangt offenbar von der CDU, dass die Union einen eigenen Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten nominiert. Darauf habe sich die engste CSU-Spitze am Mittwochmorgen bei einer Telefonkonferenz verständigte, berichten die "Bild"-Zeitung und die Nachrichtenagentur dpa.

An diesem Freitag wollen sich Kanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel, der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer sowie SPD-Chef Sigmar Gabriel in Berlin treffen, um abschließend über einen möglichen gemeinsamen Kandidaten zu beraten.

Verhandelt Merkel mit den Grünen?

Der Nachfolger von Joachim Gauck wird am 12. Februar 2017 in der Bundesversammlung gewählt. Die SPD-Spitze hat sich bereits für Außenminister Frank-Walter Steinmeier stark gemacht. In der Union gilt der SPD-Politiker allerdings als kaum vermittelbar. CDU und CSU stellen zwar die größte Gruppe in der Bundesversammlung. Ohne die Unterstützung anderer Parteien kann allerdings auch sie keinen Kandidaten durchsetzen.

Am Dienstag hatte die "Bild" berichtet, Merkel habe sowohl mit Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt als auch mit dem grünen Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann ausführlich über eine mögliche Kandidatur für die Gauck-Nachfolge gesprochen.

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