Finanzminister Wolfgang Schäuble  | Bildquelle: AFP

Bundeshaushalt 2015 Ein Plus von 12,1 Milliarden Euro

Stand: 13.01.2016 12:13 Uhr

Der Bundeshaushalt hat im Jahr 2015 mit einem Milliarden-Überschuss abgeschlossen. Finanzminister Schäuble erzielte ein Haushaltsplus von 12,1 Milliarden Euro - doppelt so viel wie erwartet. Das Geld kann Schäuble gut gebrauchen - für die Unterbringung und Integration der Flüchtlinge.

Der Bund hat im vergangenen Jahr dank der guten Konjunktur und hohen Steuereinnahmen einen Haushaltsüberschuss von 12,1 Milliarden Euro erwirtschaftet. Das teilte das Finanzministerium mit. Das Plus für Finanzminister Wolfgang Schäuble fiel damit fast doppelt so hoch aus wie noch im November erwartet: Damals war man von einem Plus von 6,1 Milliarden Euro ausgegangen.

Überschüsse sind schon verplant

Mit den Überschüssen füllt Schäuble ein Finanzpolster auf, mit dem er von diesem Jahr an die Kosten der Flüchtlingszuwanderung bewältigen will. "Wir werden die Rücklage dringend brauchen, um die zusätzlichen Leistungen zur Unterbringung und Integration der Flüchtlinge zu finanzieren", erklärte Schäuble.

2016 wäre die dritte "Schwarze Null" in Folge

"Auch in diesem Jahr wollen wir, wenn möglich, ohne neue Schulden auskommen", sagte der CDU-Politiker. Weil der Finanzpuffer nun deutlich höher ausfällt als zunächst geplant, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Schäuble dieses Ziel erreicht. Es wäre die dritte "Schwarze Null" im Bundesetat in Folge: 2014 war sie erstmals seit 1969 wieder erreicht worden.

Zustande kam der Überschuss 2015 vor allem durch Einmaleinnahmen aus der Versteigerung von Mobilfunklizenzen und durch Steuereinnahmen, die wegen der guten Konjunktur über den Erwartungen lagen.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 13. Januar 2016 um 12:30 Uhr.

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