Das Wahl-ABC

Welche Stimme ist bei der Bundestagswahl die entscheidende? Wer profitiert von Ausgleichsmandaten? Was macht der Bundeswahlleiter? Und: Sind Selfies im Wahllokal erlaubt? tagesschau.de erklärt wichtige Begriffe und Regeln rund um die Wahl.

 
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Leerer Plenarsaal des Deutschen Bundestages | Bildquelle: picture alliance / Wolfgang Kumm

Wahl-ABC zur Bundestagswahl V - "Vorgezogene Neuwahlen"

Stand: 11.08.2017 07:40 Uhr

Vorgezogene Neuwahlen

Bundestagswahlen finden alle vier Jahre statt. Eine Ausnahme sieht das Grundgesetz vor, wenn der Bundespräsident das Parlament nach einer gescheiterten Vertrauensfrage des amtierenden Bundeskanzlers auflöst. Die Bundeskanzler Gerhard Schröder (2005), Helmut Kohl (1982) und Willy Brandt (1972) ebneten mit einer solchen Vertrauensfrage jeweils den Weg für vorgezogene Neuwahlen. Auch wenn im dritten Wahlgang einer Kanzlerwahl (vgl. Kanzlerwahl) der Kanzlerkandidat nur eine einfache Mehrheit der Stimmen im Bundestag erhält, kann der Bundespräsident das Parlament vorzeitig auflösen. Vorgezogene Neuwahlen müssen innerhalb von 60 Tagen nach Auflösung des Bundestages stattfinden.

Bundeskanzler Helmut Kohl während der Bundestagssitzung am 17. Dezember 1982
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Bundeskanzler Helmut Kohl machte mit seiner Vertrauensfrage 1982 ebenso den Weg für vorgezogene Neuwahlen frei ...

Bundesaußenminister Fischer und Bundeskanzler Schröder im Bundestag 2005
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... wie im Jahr 2005 Bundeskanzler Gerhard Schröder, der sich hier nach der Abstimmung von Vizekanzler Joschka Fischer verabschiedet.

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