Das Wahl-ABC

Welche Stimme ist bei der Bundestagswahl die entscheidende? Wer profitiert von Ausgleichsmandaten? Was macht der Bundeswahlleiter? Und: Sind Selfies im Wahllokal erlaubt? tagesschau.de erklärt wichtige Begriffe und Regeln rund um die Wahl.

 
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Leerer Plenarsaal des Deutschen Bundestages | Bildquelle: picture alliance / Wolfgang Kumm

Wahl-ABC zur Bundestagswahl E - Von "Elefantenrunde" bis "Erstwähler"

Stand: 11.08.2017 07:51 Uhr

Elefantenrunde

Offiziell heißt sie Berliner Runde - als der Bundestag seinen Sitz noch in Bonn hatte, war es die Bonner Runde: Gemeint ist die traditionelle Diskussionsrunde am Wahlabend, bei der sich Spitzenpolitiker der im Bundestag vertretenen Parteien im Fernsehstudio den Fragen der Journalisten von ARD und ZDF stellen. Nach Landtagswahlen setzt sich die Runde meist aus den Generalsekretären der Parteien zusammen, nach der Bundestagswahl sind es dagegen in der Regel die Spitzenkandidaten oder Parteivorsitzenden. Die wegen der hochkarätigen Besetzung auch Elefantenrunde genannte Diskussionsrunde dient der Einordnung und Deutung der Wahlergebnisse aus Sicht der Bundesparteien.

Berliner Runde nach der Bundestagswahl 2013 | Bildquelle: picture alliance / dpa
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In der Berliner Runde wie hier nach der Bundestagswahl 2013 versuchen die Parteien, die Wahlergebnisse zu deuten und analysieren.

Enthaltung

Wer sich bei der Bundestagswahl der Stimme enthalten möchte, kann dies dadurch tun, dass er nicht zur Wahl geht. Auf den Stimmzetteln (vgl. Stimmzettel) gibt es keine Möglichkeit, "Enthaltung" anzukreuzen. Wenn jemand einen leeren Stimmzettel abgibt, werden Erst- und Zweitstimme als ungültig und nicht als Enthaltung gewertet.

Erststimme

Jeder Wähler hat zwei Stimmen: Mit der Erststimme wählt er den Kandidaten für das Direktmandat (vgl. Direktmandat) seines Wahlkreises (vgl. Wahlkreis), mit der Zweitstimme (vgl. Zweitstimme) die Landesliste einer Partei. Die Wahl der Wahlkreisabgeordneten mit der Erststimme basiert auf dem Grundsatz der Mehrheitswahl - es gewinnt also derjenige Bewerber das Direktmandat, für den im jeweiligen Wahlkreis die meisten Erststimmen abgegeben werden. Ausschlaggebend für Mehrheitsverhältnisse im Bundestag ist allerdings das Ergebnis der Parteien bei den Zweitstimmen, das nach dem Prinzip der Verhältniswahl in Sitze umgerechnet wird.

Erstwähler

Als Erstwähler werden diejenigen Wahlberechtigten bezeichnet, die zum ersten Mal ihre Stimme bei der Bundestagswahl abgeben dürfen. Das sind all jene, die seit der vorangegangenen Bundestagswahl das Mindestalter von 18 Jahren erreicht haben, das Voraussetzung für das aktive Wahlrecht (vgl. aktives Wahlrecht) ist.

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