Ein zerstörtes AfD-Plakat | Bildquelle: dpa

Sachbeschädigung und Gewalt 2250 Straftaten im Wahlkampf

Stand: 16.09.2017 14:50 Uhr

Sachbeschädigung, Beleidigung, Gewalt - im Zusammenhang mit dem Bundestagswahlkampf hat das BKA bislang 2250 Straftaten registriert. Das berichtet die "Welt am Sonntag". Ziele sind immer häufiger Helfer oder Vertreter der AfD.

Das Bundeskriminalamt (BKA) hat nach einem Medienbericht rund 2250 Straftaten im Zusammenhang mit dem Bundestagswahlkampf registriert. Dazu zählten auch 54 Gewaltdelikte wie etwa Körperverletzung, berichtet die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf ein aktuelles BKA-Papier. Mehrheitlich gehe es etwa um Sachbeschädigungen und Beleidigungen.

AfD-Helfer als Ziel

Zu den Opfern von Attacken während des Wahlkampfes gehören laut BKA immer öfter auch Vertreter oder Helfer der Partei Alternative für Deutschland (AfD).

Das Bundeskriminalamt ist teils selbst für den Schutz von Politikern im Wahlkampf zuständig. Je nach Einschätzung der jeweiligen Gefährdungslage werden etwa Bundeskanzlerin, Bundesminister, Bundespräsident oder Mitglieder des Deutschen Bundestages durch BKA-Beamte geschützt.

Die Arbeitsbelastung der BKA-Personenschützer gilt seit dem vergangenen Jahr als sehr hoch. Als Gründe werden vor allem Bedrohungen durch Rechtsextremisten, Linksextremisten oder auch türkische Nationalisten genannt. Im Juli war das BKA mit mehr als 2000 Beamten für die Sicherheit der Gäste beim G-20-Gipfel in Hamburg zuständig. Jetzt sorgt der Wahlkampf offenbar für zusätzliche Einsatzstunden.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 16. September 2017 um 13:00, 14:00 und 15:00 Uhr in den Nachrichten.

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