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Demo gegen Rassismus Zugverkehr in Hamburg wegen Randale eingestellt

Stand: 12.09.2015 12:48 Uhr

Am Hamburger Hauptbahnhof fährt kein Zug mehr. Grund sind laut Bundespolizei Ausschreitungen linker Demonstranten. In Bremen bereitet sich die Polizei auf mögliche Krawalle vor. Nach dem gerichtlichen Verbot einer Demo der Rechten in Hamburg weichen diese und ihre Gegner offenbar dorthin aus.

Am Hamburger Hauptbahnhof ist der gesamte Fern- und S-Bahnverkehr aufgrund von Ausschreitungen linker Demonstranten eingestellt worden. Das sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Zuvor hatten sich dort etwa 7500 Teilnehmer versammelt, um in der Stadt für Toleranz und gegen Fremdenhass zu demonstrieren.

Zuvor hatten linke Demonstranten einen Zug mit Steinen beworfen und Beamte mit Reizgas attackiert. Zu möglichen Festnahmen oder Verletzten konnte ein Sprecher der Bundespolizei zunächst nichts sagen.

Thomas Berbner, NDR, zur Lage am Hamburger Hauptbahnhof
tagesschau24 12:15 Uhr, 12.09.2015

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Bremer Polizei rechnet mit Krawallen

Eine für heute geplante Demonstration von Rechtsextremen und Hooligans, gegen die sich die Kundgebung der Linken ursprünglich gerichtet hatte, war verboten worden. Das Bundesverfassungsgericht hatte am späten Freitagabend eine Beschwerde der Veranstalter des geplanten "Tags der deutschen Patrioten" abgewiesen.

Nun scheinen sowohl die Teilnehmer der rechten Szene als auch deren Gegner aus der linken Szene nach Bremen auszuweichen. Die Polizei dort bereitet sich auf mögliche Demonstrationen vor. Aus Sicherheitsgründen wurde der Wochenmarkt auf dem Bremer Domshof vorzeitig beendet.

Offenbar sind mehrere Hundert Anhänger der NPD, verschiedener rechter Gruppierungen und Hooligans bereits auf dem Weg nach Bremen. Mehrere Dutzend Neonazis wurden in der Innenstadt gesichtet. Wie Radio Bremen berichtet, sind sie von Polizisten eingekesselt. Auch rund um den Hauptbahnhof sind Beamte aus mehreren Bundesländern im Einsatz, nachdem Mannschaftswagen aus Hamburg nach Bremen abgezogen wurden.

Die Polizei in Bremen teilte mit, alle Ersatzveranstaltungen der Rechten seien - analog zu Hamburg - verboten. Für alle aus Hamburg anreisenden Versammlungsteilnehmer gelte ein Betretungsverbot für Bremen. Die Polizei will dafür sorgen, dass die in Zügen sitzenden Rechtsextremen entweder die Bahn nicht verlassen oder mit anderen Zügen weiter- oder zurückfahren.

In Buchholz im Kreis Harburg wurde ein Zug von Hamburg nach Bremen mit etwa 250 linksgerichteten Demonstranten gestoppt. Eine Sprecherin der Bundespolizei sagte, es gehe lediglich um eine Fahrscheinkontrolle.

Gegenveranstaltung auch in Bremen

In Bremensind Hunderte Menschen aufgerufen, am Nachmittag auf dem Marktplatz ein Zeichen gegen Nazis und Fremdenhass zu setzen. Sie planen, gemeinsam das Lied "Schrei nach Liebe" der Band "Die Ärzte" zu singen. Die Organisatoren hoffen, dass 1000 Sängerinnen und Sänger zusammenkommen.

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