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Bombenalarm am Bonner Hauptbahnhof

Anzeichen für terroristischen Hintergrund

Bombe in Bonn wird Fall für Bundesanwaltschaft

Die Bombe am Bonner Hauptbahnhof wird ein Fall für die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe. Die Behörde übernimmt die Ermittlungen. "Es liegen belastbare Hinweise dafür vor, dass die verdächtige Person über Verbindungen in radikal-islamistische Kreise verfügt", teilte die Behörde zur Begründung mit. Zudem gebe es Anhaltspunkte, dass es sich um einen versuchten Anschlag einer terroristischen Vereinigung radikal-islamistischer Prägung handele. Die Behörde beauftragte das Bundeskriminalamt mit der Leitung der Ermittlungen.

Noch am Dienstag hatte es Generalbundesanwalt Harald Range abgelehnt, die Ermittlungen an sich zu ziehen, weil keine ausreichenden Anhaltspunkte für einen terroristischen Hintergrund bestünden.

Metallrohr umwickelt mit Druckgaspatronen

Bonn Bombe
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Spurensuche nach dem Bombenfund am Bonner Hauptbahnhof.

Nach den vorläufigen kriminaltechnischen Untersuchungen bestand die Sprengvorrichtung aus einem ungefähr 40 Zentimeter langen Metallrohr, das zündfähiges Ammoniumnitrat enthielt und mit vier Druckgaspatronen umwickelt war sowie einem Wecker und verschiedenen Batterien, die als Zündvorrichtung dienen sollten. Weswegen der Sprengsatz nicht detonierte, bedürfe weiterer Ermittlungen, hieß es in der Mitteilung weiter.

Zu Berichten, wonach der Sprengsatz von Unbekannten ferngezündet werden sollte, erklärte die Kölner Polizei, dies sei eine von mehreren Ermittlungsthesen. Es seien aber weitere Untersuchungen des Landeskriminalamtes nötig, um sie zu überprüfen.

Der Sprengsatz war am Montag in einer Tasche auf einem Bahnsteig im Bonner Hauptbahnhof entdeckt worden. Ein erster Verdacht gegen zwei Männer hatte sich am Dienstag nach Angaben der Polizei nicht erhärtet. Die beiden wurden wieder freigelassen.

Bundesanwaltschaft übernimmt Ermittlungen im Fall des Bombenfunds
tagesschau 20:00 Uhr, 14.12.2012, Juliane Fliegenschmidt, WDR

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Stand: 14.12.2012 17:14 Uhr

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