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[Bildunterschrift: "Wir brauchen mehr Geld und weniger Regulierung" - HRK-Präsidentin Wintermantel. ]
Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) fordert als Konsequenz der anhaltenden Studentenproteste einen "Bologna-Gipfel" mit allen Beteiligten. "Bund, Länder, Hochschul- und Studentenvertreter müssen noch einmal eine Bestandsaufnahme der Probleme machen, damit wir zu den richtigen Lösungen kommen", sagte HRK-Präsidentin Margret Wintermantel der "Welt am Sonntag". Gleichzeitig müsse die Politik das Ressourcenproblem lösen. "Wir brauchen mehr Geld und weniger Regulierungen."
Mit der Bologna-Erklärung haben sich inzwischen mehr als 40 Staaten verpflichtet, ihr Studienangebot auf international vergleichbare Bachelor- und Masterstudiengänge umzustellen. Die Studierenden protestieren seit Wochen dagegen, wie Länder und Hochschulen die Vorgaben in der Praxis umsetzen. Sie kritisieren unter anderem, dass die Studiengänge inhaltlich überfrachtet und zu verschult seien. Zudem sei der Prüfungsdruck zu hoch.
Bundesbildungsministerin Annette Schavan warf den Hochschulen handwerkliche Fehler vor. Wenn ein Universitätspräsident zehn Prozent der Studiengänge an seiner Hochschule für schlecht halte, müssten daraus Konsequenzen gezogen werden, sagte sie der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".
HRK-Präsidentin Wintermantel erklärte, dass gegenseitige Schuldzuweisungen nicht zielführend seien. "Die Hochschulen handeln längst", sagte sie. "Im Zuge der Erfahrungen mit den neuen Studiengängen wurden und werden kontinuierlich Verbesserungen dort vorgenommen, wo es notwendig ist." Das Hauptproblem der Reform sei in der mangelnden finanziellen Ausstattung der Hochschulen zu suchen.
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