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[Bildunterschrift: Aufnahme aus einem Video des Terroristenführers Osama bin Laden - hier mit englischen Untertiteln. ]
Das Terrornetz Al Kaida plant laut einer neuen Warnung der Bundesregierung verstärkt Anschläge in Deutschland. "Die Anzeichen häufen sich", sagte Innen-Staatssekretär August Hanning vor Journalisten in Berlin. "Wir sind besorgt". Er verwies insbesondere auf Entwicklungen im Internet. So hätten die Sicherheitskräfte vermehrt Video-Anleitungen zum Bombenbau gesichert - und zwar auch auf deutsch. Zudem tauchten Video-Botschaften des Terrorchefs Osama bin Laden laut Hanning in jüngster Zeit wieder öfter mit deutschen Untertiteln auf.
"Das beunruhigt uns, denn das zeigt sehr deutlich, dass diese Botschaften auch an deutschsprachige Muslime gegangen sind", so der Staatssekretär. Die Pläne zur Entsendung einer schnellen Eingreiftruppe nach Afghanistan könnten laut Hanning eine Rolle bei den vermehrten Anschlagsplanungen spielen. "Wir müssen uns darauf einstellen, dass unsere Rolle in Afghanistan auch dazu benutzt wird, solche Drohungen gegen Deutschland nicht nur auszusprechen, sondern gegebenenfalls auch auszuführen", erklärte Hanning.
Video-Serie:Was den Afghanistan-Einsatz angehe, werde Deutschland von den Taliban und Al Kaida mittlerweile "in einer Linie" mit den anderen in Afghanistan aktiven Nato-Staaten gesehen.
Das Bundesinnenministerium hob allerdings hervor, dass es anders als im vergangenen Sommer keine Anhaltspunkte für eine konkrete Gruppe von Verdächtigen gebe. Damals waren wochenlang Terrorverdächtige bei ihren Anschlagsplanungen observiert und dann im Sauerland festgenommen worden. Zugleich versicherte ein Sprecher von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU), dass die Warnungen nicht das Ziel hätten, "Angst und Panik" zu schüren. Es gehe auch nicht darum, "durch die Hintertür" andere Ziele wie etwa umstrittene Maßnahmen aus dem geplanten BKA-Gesetz durchzusetzen. Die Öffentlichkeit habe vielmehr ein Recht darauf, informiert zu werden.
Zu unter Berufung auf CIA-Quellen verbreiteten Meldungen, wonach Selbstmord-Attentäter nach Deutschland eingesickert seien, erklärte Hanning ausdrücklich, das könne er nicht bestätigen.
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