Marianne Birthler | Bildquelle: picture-alliance / Sven Simon

Wahl des Bundespräsidenten Merkel wollte Marianne Birthler

Stand: 18.11.2016 12:25 Uhr

Bundeskanzlerin Merkel wollte wohl bis zuletzt eine eigene Kandidatin in das Rennen um das Amt des Bundespräsidenten schicken: Marianne Birthler, ehemalige Beauftragte des Bundes für die Stasi-Unterlagen. Die Grünen-Politikerin sagte jedoch ab.

Auf der Suche nach einem neuen Bundespräsidenten hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel bis zuletzt eine eigene Kandidatin im Visier, die erst in allerletzter Sekunde absagte: die ehemalige Chefin der Stasi-Unterlagenbehörde, Marianne Birthler.

Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Koalitionskreisen. Zuerst hatten die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" und der "Spiegel" berichtet. Birthler habe erst am vergangenen Sonntag, und damit wenige Stunden vor dem Treffen der drei Parteivorsitzenden Merkel, Sigmar Gabriel und Horst Seehofer, abgesagt.

CDU-intern war die Grüne Birthler schon sehr früh als mögliche Kandidatin genannt worden. Der Vorschlag galt aber wegen des Widerstands der CSU gegen einen Grünen-Kandidaten als weitgehend chancenlos. In Koalitionskreisen hieß es nun allerdings, anders als im Fall des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann wäre eine CSU-Zustimmung nicht komplett ausgeschlossen gewesen.

Die ehemalige DDR-Bürgerrechtlerin Birthler war von 2000 bis 2011 Beauftragte des Bundes für die Stasi-Unterlagen.

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