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Deutschland verzeichnet Bevölkerungszuwachs
Mehr Einwohner trotz weniger Geburten
Erstmals seit 2002 ist die Einwohnerzahl in Deutschland wieder gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes erhöhte sie sich im vergangenen Jahr um 92.000 Menschen auf 81,8 Millionen. Das entspricht einem Zuwachs von 0,1 Prozent.
Hauptursache für den Bevölkerungsanstieg sind demnach Zuwanderer, vor allem aus Ost- und Südeuropa. Etwa 958.000 Menschen zogen 2011 vom Ausland nach Deutschland, 679.000 kehrten der Bundesrepublik den Rücken. In den Jahren 2008 und 2009 verließen dagegen mehr Menschen Deutschland als zuwanderten. Diese Angaben seien allerdings aufgrund von Umstellungen in den Meldeämtern etwas zu hoch ausgefallen, teilte das Bundesamt mit.
15.000 weniger Neugeborene
Die Geburten trugen nicht zum Zuwachs bei: Die Zahl der Neugeborenen ging binnen eines Jahres um etwa 15.000 auf 663.000 zurück. Die Zahl der Verstorbenen nahm um 6000 auf 852.000 ab.
Regional entwickelten sich die Bevölkerungszahlen im vergangenen Jahr sehr unterschiedlich. Die Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen und Schleswig-Holstein verzeichneten einen Zuwachs. In allen neuen Bundesländern sowie in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und im Saarland nahm die Einwohnerzahl dagegen ab. Besonders hoch war der Rückgang in Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen.
Stand: 25.07.2012 11:59 Uhr
