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Künast kritisiert Pannenserie am Flughafen Berlin-Brandenburg
"Notfalls im Bundestag aufklären"
Die Grünen-Bundestagsfraktionsvorsitzende Renate Künast will bei der Aufklärung der Pannenserie am neuen Großflughafen Berlin-Brandenburg notfalls den Bundestag einschalten. Vor der Sitzung des Aufsichtsrates der Flughafengesellschaft, der seit zehn Uhr tagt, forderte sie das Gremium auf, "Licht ins Dunkel" zu bringen. "Wenn er das nicht kann oder nicht will, dann werden wir auch auf parlamentarischem Weg auf die dringend nötige Aufklärung dringen", sagte Künast. Ihre Partei sei nicht bereit, sich die "Groteske" noch länger vorführen zu lassen.
Auf der Sitzung des Aufsichtsrates geht es um den Eröffnungstermin, die Finanzierung und technische Mängel am Großprojekt. Derzeit ist geplant, dass der Flughafen am 17. März 2013 in Betrieb genommen wird. Angesichts der bestehenden Probleme, z.B. mit den Brand- und Lärmschutz, wackelt dieser Termin aber. Das Datum der Eröffnung wurde in der Vergangenheit bereits zwei Mal verschoben.
Brüderle gegen zusätzliche Mittel vom Bund
In der Frage der ungeklärten Finanzierung der Mehrkosten von bis zu 1,17 Milliarden Euro sprach sich der FDP-Bundestagsfraktionsvorsitzende Rainer Brüderle gegen zusätzliche Mittel vom Bund aus. "Es kann nicht sein, dass Berlin diese Chaos-Kosten auf den Bund abschiebt´" sagte der frühere Bundeswirtschaftsminister der "Berliner Morgenpost".
Aufsichtsrat der BER-Flughafengesellschaft berät über Mehrkosten und Zeitplan
tagesschau 16:00 Uhr, 16.08.2012, Andreas König, RBB
Stand: 16.08.2012 11:48 Uhr
