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In Berlin haben sich gewaltbereite Randalierer und Polizei am Abend des 1. Mai heftige Straßenschlachten geliefert. Über Stunden attackierten teils vermummte linke Autonome und betrunkene Randalierer die Polizei nach eigenen Angaben mit Flaschen und Steinen. Die Sicherheitskräfte setzten Tränengas, Pfefferspray und Schlagstöcke ein. Rund 6000 Polizisten waren im Einsatz - auch Kollegen von der Bundespolizei und aus anderen Bundesländern waren zur Verstärkung angereist. Zahlreiche Menschen wurden festgenommen. Es gab Verletzte auf beiden Seiten.
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Die Krawalle konzentrierten sich laut Polizeiangaben auf die Straßen rund um den U-Bahnhof Kottbusser Tor, der schließlich geschlossen wurde. Die Demonstranten hätten Pflastersteine und auch Gehwegplatten geworfen. Zahlreiche Müllcontainer hätten gebrannt. Buswartehäuser, Absperrgitter und eine Ampel wurden zerstört. Es habe über lange Zeit "massive Steinwürfe" gegeben, sagte Polizeisprecher Frank Millert. "Das war extrem".
Die Einsatzkräfte gingen gruppenweise gegen die Randalierer vor, um sie auseinanderzutreiben und einzelne Störer zu fassen. Es habe "eine ganze Reihe von Festnahmen" gegeben, sagte Millert. Genaue Zahlen will Innensenator Erhart Körting heute vorlegen.
Die Randalierer hatten sich laut Polizeiangaben unter eine Demonstration zum 1. Mai gemischt, der sich etwa 5000 Menschen angeschlossen hatten. Wegen der Randale verkürzten die Veranstalter die Route, schließlich wurde die Demonstration vorzeitig beendet. Die Linken warfen der Polizei Provokation vor. Wenige Straßenzüge entfernt hatten bereits zuvor Tausende Menschen demonstriert, ohne Gewalt anzuwenden - und feierten beim "Myfest" unter strahlend blauem Himmel.
Auch in Hamburg kam es zu Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und Demonstranten. Teils vermummte linksgerichtete Randalierer hätten die Polizei mit Flaschen und anderen Gegenständen beworfen, sagte ein Sprecher des Lagezentrums. Mehrere Müllcontainer sowie ein Auto im Schanzenviertel hätten gebrannt. Die Polizei setzte Wasserwerfer gegen die Demonstranten ein. Einige Randalierer wurden vorläufig festgenommen.
Bundesweit hatten im Laufe des Tages Zehntausende Menschen gegen Rechtsextremismus demonstriert. In Mainz wurde eine Neonazi-Kundgebung komplett blockiert. In Ulm kam es zu schweren Ausschreitungen zwischen Linken und der Polizei. Neonazis griffen mindestens zwei DGB-Veranstaltungen an.
Die zentrale Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes zum 1. Mai fand in Bremen statt. DGB-Chef Michael Sommer griff die Manager in seiner Rede scharf an. "Gierige Männer haben unsere Welt an den Rand der Katastrophe geführt", sagte er vor 3000 Menschen.
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