Polizeiwagen vor Weihnachtsmarkt in München | Bildquelle: AFP

Sicherheitsdebatte Mehr Schutz für Weihnachtsmärkte

Stand: 20.12.2016 17:01 Uhr

Nach dem Anschlag von Berlin bleiben die Weihnachtsmärkte in der Hauptstadt heute geschlossen. Im Rest der Republik bleiben sie jedoch weiter geöffnet - unter verstärkten Sicherheitsbedingungen. Auch in Europa prüft man neue Schutzmaßnahmen.

Zumindest in Berlin sollen die Weihnachtsmärkte heute geschlossen bleiben. "Aus Gründen der Rücksichtnahme auf die Opfer und deren Angehörige" habe er die Betreiber der Berliner Märkte gebeten, auf eine Öffnung zu verzichten, teilte Berlins Innensenator Andreas Geisel seinen Amtskollegen in einer Telefonschaltkonferenz der Innenminister von Bund und Ländern mit. Am Nachmittag kündigte Geisel an, dass Berlin Hilfe des Bundes annehmen werde, um die Weihnachtsmärkte nach Wiedereröffnung zu schützen.

Doch Berlin soll die Ausnahme bleiben. "Zwischen den Teilnehmern bestand Einigkeit darüber, dass Weihnachtsmärkte und andere Großveranstaltungen weiterhin stattfinden sollen", heißt es in einer Erklärung der Innenminister. Über zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen solle vor Ort entschieden werden.

Chronologie der Terroranschläge in Deutschland
tagesschau 09:00 Uhr, 20.12.2016, Frank Bräutigam, SWR

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Zusätzliche Maßnahmen

Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, der saarländische Ressortchef Klaus Bouillon, kündigte bereits zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen in seinem Bundesland an. "Wir werden, wo wir es für erforderlich halten, auch mit schwerem Gerät antreten. Das heißt Langwaffen, Kurzwaffen, Maschinenpistolen", so Bouillon. Mit Blick auf die Gewalttat von Berlin sprach er von einem "Kriegszustand". Später stellte er klar, dass er diesen Begriff nicht mehr verwenden werde.

Auch andere Landesregierungen kündigten an, zusätzliche Polizisten auf Weihnachtsmärkte zu schicken. Er halte die Märkte in seinem Bundesland zwar für sicher, betonte etwa Rheinland-Pfalz‘ Innenminister Roger Lewentz, dennoch werde er die Polizeipräsenz "deutlich hochfahren". So solle den Menschen das Gefühl gegeben werden, die Sicherheitskräfte seien an ihrer Seite. Lewentz betonte jedoch auch, dass es keine hundertprozentige Sicherheit geben könne.  

Auch Hessens Innenminister Peter Beuth erklärte, die Polizeipräsenz auf Weihnachtsmärkten erhöhen und "zusätzlich verdeckte Maßnahmen einleiten" zu wollen. In Düsseldorf kündigte der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger ebenfalls an, die Sicherheitsmaßnahmen zu verschärfen. Auch in Baden-Württemberg, Brandenburg, Thüringen, Hamburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt soll mehr Polizei auf die Weihnachtsmärkte.

Sicherheit auf Weihnachtsmärkten in Deutschland
tagesschau 20:00 Uhr, 20.12.2016, Demian von Osten, WDR

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Mehr Schutz auch im Ausland

Ähnlich äußerte sich die Landesregierung in Kiel. Die Polizei werde ihre Präsenz "an Weihnachtsmärkten und ähnlich gelagerten Veranstaltunge" erhöhen, teilte ein Sprecher des Innenministeriums mit. Auch im benachbarten Mecklenburg-Vorpommern wird die Polizei ihre Präsenz erhöhen und an Marktzugängen auch mit Maschinenpistolen patrouillieren, heißt es in Schwerin.  Niedersachsen und Bremen prüfen ebenfalls zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen. Auch die bayerische Landesregierung kündigte an, das Sicherheitspersonal auf den Märkten zu verstärken.

Nicht nur in Deutschland werden wegen des Anschlags in Berlin die Sicherheitsvorkehrungen erhöht. "Der Schutz der Weihnachtsmärkte ist sofort verstärkt worden", erklärte etwa der französische Innenminister Bruno Le Roux bereits am gestrigen Abend. Belgien und die Niederlande kündigten an, ihre Sicherheitsmaßnahmen erneut zu überprüfen. In beiden Ländern galt schon vorher eine hohe Gefahrenstufe. Auch die Londoner Polizei unterzieht ihrem Sicherheitskonzept eine Prüfung.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 20. Dezember 2016 um 09:00 Uhr.

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