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Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler schließt einen Ausschluss Griechenlands aus der Euro-Zone nicht mehr aus. "Das haben einzig und allein die Griechen jetzt selber in der Hand", sagte Rösler in der ARD-Sendung Bericht aus Berlin auf die Frage, ob er noch an den dauerhaften Verbleib des südeuropäischen Landes in der Eurozone glaube.
Die Bedingungen, die zwischen Europa und Griechenland vereinbart worden seien, müssten jetzt endlich umgesetzt werden. "Der Tag X verliert zunehmend an Schrecken", fügte er hinzu. Rösler machte deutlich, dass es bislang aus seiner Sicht am erforderlichen Engagement auf griechischer Seite fehle. "Andere Programmländer - Portugal und Spanien - sind deutlich engagierter als die Kolleginnen und Kollegen in Griechenland", kritisierte der Minister und Vizekanzler.
Italien erwähnte er in diesem Zusammenhang nicht. "Wir können und wollen auch nur noch helfen, wenn es entsprechende Gegenleistungen auf griechischer Seite gibt", sagte Rösler weiter.
Der Präsident des Europäischen Parlaments, der Sozialdemokrat Martin Schulz, wies die Spekulationen von Rösler über einen Ausschluss Griechenlands aus der Eurozone zurück. Er glaube an den dauerhaften Verbleib des Landes in der Währungsgemeinschaft, sagte Schulz. "Ich glaube nicht, dass es einen Tag X gibt. Es braucht ihn auch nicht zu geben." Griechenland brauche vielmehr Wachstum, Investitionen und Hoffnung.
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Die Euro-Finanzminister wollen sich am kommenden Mittwoch erneut treffen, um das zweite, 130 Milliarden Euro umfassende Hilfspaket für Griechenland zu bestätigen. Es umfasst neue öffentliche Hilfen von 100 Milliarden Euro, dazu kommen 30 Milliarden Euro zusätzliche Garantien zur Absicherung des geplanten Schuldenschnitts. Dieser soll die griechische Schuldenlast um rund 100 Milliarden Euro verringern.
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