Der bayerische Landtag | Bildquelle: imago/Overstreet

BayernTrend CSU fällt auf historischen Tiefstand

Stand: 18.07.2018 17:01 Uhr

Wenn in Bayern am Sonntag Landtagswahl wäre, käme die CSU nur noch auf 38 Prozent der Wählerstimmen. Der neue BayernTrend zeigt auch, dass Söder und Seehofer an Zustimmung verlieren.

Von Andreas Bachmann und Sebastian Kemnitzer, BR

Die Landtagswahl in Bayern am 14. Oktober verspricht spannend zu werden: Nach einer aktuellen Umfrage käme die CSU nur noch auf 38 Prozent der Stimmen. Das ist ein Minus von drei Prozentpunkten im Vergleich zum Mai und ein historischer Tiefstand im BayernTrend, einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Infratest dimap für das BR-Politikmagazin "Kontrovers".

Dagegen befinden sich die Grünen in Bayern mit 16 Prozent im Aufwind, auch die Freien Wähler profitieren und kämen aktuell auf neun Prozent. Beide legen jeweils zwei Prozentpunkte zu.

Die SPD läge mit 13 Prozent knapp vor der AfD, die unverändert zwölf Prozent erreicht. Die FDP hätte derzeit fünf Prozent in Aussicht, die Linke würde mit vier Prozent den Einzug in den Landtag verpassen.

Allerdings halten es 55 Prozent der Befragten für möglich, dass sich an ihrer aktuellen Parteipräferenz bis zur Landtagswahl noch etwas ändert. Das betrifft insbesondere Parteianhänger von Grünen, Freien Wählern und der FDP.

Zudem ist die bayerische Bevölkerung drei Monate vor der Wahl verunsichert: 54 Prozent der Befragten sehen in den aktuellen Verhältnissen im Land Anlass zur Beunruhigung. Damit unterscheidet sich die Grundstimmung ganz erheblich von den ersten Monaten des Jahres, als die Verhältnisse im Freistaat mehrheitlich positiv bewertet wurden.

Heinrich Oberreuter, Parteienforscher, zum Umfragetief der CSU
tagesthemen 22:15 Uhr, 18.07.2018

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Söders Amtsführung polarisiert

Im aktuellen BayernTrend verliert auch Markus Söder an Zustimmung. Für 44 Prozent der Befragten ist er vier Monate nach seiner Amtsübernahme ein guter Ministerpräsident, 38 Prozent bezweifeln dies. Noch im Mai wurde seine Arbeit positiver bewertet: Damals sahen 56 Prozent in ihm einen guten Amtsinhaber, nur 20 Prozent hatten eine skeptische Sichtweise.

Die größten Einbußen im Vergleich zum Mai gab es für Söder bei Anhängern von SPD, Grünen und FDP. 75 Prozent der CSU-Anhänger nehmen Söder hingegen weiterhin sehr positiv wahr.

Seehofer auf Rekordtief

Im BayernTrend werden traditionell Schulnoten für bayerische Spitzenpolitiker abgefragt. Horst Seehofer erhält eine Durchschnittsbewertung von 3,9. Das ist sein schwächster Wert in einem BayernTrend über den Zeitraum von 16 Jahren. Nur knapp jeder vierte Bayer (23 Prozent) vergibt für Seehofers Arbeit eine Note von Eins oder Zwei, 39 Prozent dagegen bewerten seine Leistung mit den Noten Fünf oder Sechs.

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Schlechte Noten gibt es für Innenminister Horst Seehofer

Der Unionsstreit um den Kurs in der Asyl- und Flüchtlingspolitik schadete der CSU eher, finden 78 Prozent der Befragten. Auch die CSU-Anhänger selbst ziehen hier mit 68 Prozent eine negative Bilanz. Lediglich jeder vierte CSU-Anhänger glaubt, dass sich der Konflikt für die CSU letztendlich gelohnt hat.

Untersuchungsanlage

Grundgesamtheit: Wahlberechtigte in Bayern
Stichprobe: Repräsentative Zufallsauswahl
Erhebungsverfahren: Telefoninterviews (CATI)***
Fallzahl: 1003 Befragte
Erhebungszeitraum: 11. bis 16. Juli 2018
Gewichtung: nach soziodemographischen Merkmalen
Sonntagsfrage mit separater Gewichtung
Fehlertoleranz: 1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
Durchführendes Institut: Infratest dimap
* bei einem Anteilswert von fünf Prozent ** bei einem Anteilswert von 50 Prozent
*** Die Ergebnisse sind auf ganze Prozentwerte gerundet, um falsche Erwartungen an die Präzision zu vermeiden. Denn für alle repräsentativen Befragungen müssen Schwankungsbreiten berücksichtigt werden. Diese betragen im Falle eine Erhebung mit 1000 Befragten bei großen Parteien rund drei Prozentpunkte, bei kleineren Parteien etwa einen Punkt. Hinzu kommt, dass der Rundungsfehler für kleine Parteien erheblich ist. Aus diesen Gründen wird deshalb keine Partei unter drei Prozent in der Sonntagsfrage ausgewiesen.

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BayernTrend zur Landtagswahl

Sonntagsfrage

Sonntagsfrage

Über dieses Thema berichtete das BR Fernsehen in der Sendung "Kontrovers" am 18. Juli 2018 um 21:00 Uhr.

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