BASF-Werk in Ludwigshafen  | Bildquelle: REUTERS

Explosion in Ludwigshafen Zwei Tote und zwei Vermisste bei BASF

Stand: 18.10.2016 07:05 Uhr

Nach der Explosion in Ludwigshafen hat sich die Zahl der Toten auf zwei erhöht. Zwei Menschen werden laut BASF noch vermisst. Auf dem Werksgelände waren nach der Explosion mehrere Brände ausgebrochen. Laut Polizei ist das Feuer mittlerweile gelöscht.

Bei der Explosion und mehreren Bränden beim Chemiekonzern BASF in Ludwigshafen sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Das teilte das Unternehmen mit. Zwei Personen werden noch vermisst, hieß es weiter. Zunächst war noch von sechs Vermissten die Rede gewesen.

Nach Angaben des Ärztlichen Direktors der BASF, Stefan Lang, wurden sechs Menschen schwer und mindestens einer leicht verletzt. Weitere Leichtverletzte hätten sich möglicherweise selbst in ärztliche Behandlung begeben. Die Lage sei noch sehr unübersichtlich."Wir bedauern zutiefst, dass Mitarbeiter verstorben sind und mehrere Menschen verletzt wurden. Unser Mitgefühl gilt den Betroffenen und ihren Familien, sagte Werksleiter Uwe Liebelt.

Luftmessungen ergaben nach Angaben des Unternehmens bislang keine Gefährdung für die Bevölkerung. Es habe nach dem Vorfall eine Rußentwicklung gegeben. Dieser sei in Richtung Nord-Nordost Richtung Mannheim und Bergstraße getrieben worden.

Feuer gelöscht, Lage unübersichtlich

Laut Polizei ist der Brand mittlerweile gelöscht. "Das Feuer ist zwar aus", sagte ein Sprecher der Polizei am Morgen. Die Lage sei aber nach wie vor diffus. "Für die Rettungskräfte ist es schwer, an den Unglücksort heranzukommen."

Tote nach Explosion bei BASF in Ludwigshafen - Brand unter Kontrolle
tagesthemen 22:50 Uhr, 17.10.2016, Stephan Ebmeyer, SWR

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Zu dem Zwischenfall kam es den Angaben zufolge gegen 11.30 Uhr im Landeshafen Nord bei Arbeiten an einer Rohrleitungs-Trasse. Im Einsatz waren Kräfte aus der gesamten Region, darunter ein Feuerlöschboot aus Mannheim und ein Erkundungswagen der Feuerwehr.

Zwischenzeitlich waren 100 Mann der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr Ludwigshafen sowie 62 Mann der Werksfeuerwehr im Einsatz. Auch Notfallseelsorger sowie weitere Rettungskräfte wurden zum Werk gerufen. Die Ursache für die Explosion mit mehreren Folgebränden ist noch unklar. Es gebe noch keine näheren Erkenntnisse, welcher chemische Stoff in Brand geraten sei. In dem Hafen würden Flüssiggase, aber auch brennbare Flüssigkeiten verladen, sagte Werksleiter Liebelt.

Fenster und Türen geschlossen halten

Die Behörden in Ludwigshafen und Mannheim warnten die Bevölkerung nach der Explosion vor einer Rauchwolke und forderten sie auf, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Nach einer amtlichen Warnung des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe bestand die Gefahr von Geruchsbelästigungen und Sichtbehinderungen durch Brandgase.

Verpuffung am BASF-Standort Lampertheim

Am Montagmorgen war es bereits am hessischen Standort Lampertheim zu einer Verpuffung am Filter einer Anlage für Kunststoffzusätze gekommen. Die Anlage wurde abgestellt. Eine Umweltverseuchung sei nicht festgestellt worden. Auch in diesem Fall ist die Ursache laut BASF noch unbekannt.

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