Ein Kampfpanzer vom Typ Leopard 2 auf einem Testgelände. | Bildquelle: dpa

Probleme bei der Bundeswehr Wehrbeauftragter fordert Aufrüstung

Stand: 22.06.2015 03:09 Uhr

"Mangelverwaltung", "Ausrüstungslücken", "Material zusammengekratzt" - der neue Wehrbeauftragte Bartels hat deutlich mehr Waffen für die Bundeswehr gefordert. Grund seien die wachsenden Ost-West-Spannungen.

Die Bundeswehr muss nach Ansicht des Wehrbeauftragten Hans-Peter Bartels angesichts der wachsenden Ost-West-Spannungen deutlich aufgerüstet werden. "Die Toleranz für Ausrüstungslücken muss ein Ende haben", sagte der SPD-Politiker der "Welt".

Als Beispiel führt er die Beteiligung deutscher Einheiten an der ersten Übung der neuen NATO-"Speerspitze" in Polen in den vergangenen Tagen an. Das Gerät dafür sei "aus der gesamten Bundeswehr zusammengekratzt" worden. Diese Art der "Mangelverwaltung" sollte angesichts der "dramatisch veränderten sicherheitspolitischen Lage" rasch beendet werden.

Wehrbeauftragter Hans-Peter Bartels | Bildquelle: picture alliance / dpa
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Der neue Wehrbeauftragte Hans-Peter Bartels ist seit einem Monat im Amt.

Immerhin sei die Herausforderung erkannt, sagte Bartels. Die Bundeswehr müsse in de Lage versetzt werden, sich an der kollektiven europäischen Verteidigung zu beteiligen - aber: "Mit dem sogenannten dynamischen Verfügbarkeitsmanagement der Bundeswehr - 70 Prozent der Ausrüstung sollen reichen - wird das nicht gelingen". Dafür müsse es eine Vollausstattung geben. Bei den Hauptwaffensystemen wie dem Kampfpanzer Leopard 2, dem Schützenpanzer Puma oder dem Transportpanzer Boxer müssten 100 Prozent des Bedarfs auch wirklich da sein, forderte Bartels: "Bestellt sind zum Beispiel 350 Puma - das ist zu wenig."

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen müsse jetzt entweder nachordern - oder entscheiden, eine bestimmte Zahl alter Marder-Schützenpanzer länger zu nutzen und zu modernisieren. Bartels forderte, von zusätzlichen Steuereinnahmen müsse ein Teil auch in die Bundeswehr gehen.

Wehrbeauftragter fordert mehr Geld für die Bundeswehr
D. Rodenkirch, DLF
22.06.2015 09:23 Uhr

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Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 22. Juni 2015 um 09:00 Uhr.

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