ARD-Korrespondent zur Kritik am BAMF "Eine Herkulesaufgabe"

Stand: 07.12.2015 13:23 Uhr

Wer trägt die Schuld an mehr als 300.000 unbearbeiteten Asylanträgen, die sich im BAMF stapeln? Personalmangel herrsche dort schon seit Jahren, so ARD-Korrespondent Lautenbach. Und es werde Monate dauern, bis die neuen Mitarbeiter wirklich für Entlastung sorgen.

Frank-Jürgen Weise, der neue Chef des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF), ist erst seit ein paar Monaten im Amt. Das schützt ihn aber nicht vor Kritik angesichts von fast 356.000 unbearbeiteten Asylanträgen, die sich in seiner Behörde stapeln. Ganz im Gegenteil: Auf der Innenministerkonferenz vergangene Woche hätten alle Ressortchefs massive Kritik an den Zuständen im BAMF geübt, sagt ARD-Korrespondent Robin Lautenbach. Die Ausführungen Weises seien durchweg als mangelhaft empfunden worden.

Robin Lautenbach, ARD Berlin, zur BAMF-Kritik
tagesschau 12:00 Uhr, 07.12.2015

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Dennoch habe Weise schon einiges bewegt, so Lautenbach. Er stehe vor einer Herkulesaufgabe, und es sei momentan noch nicht abzuschätzen, ob er an der aktuellen Situation die Schuld trage oder der Innenminister. Um die Schuldfrage zu klären, lohne ein Blick in die Vergangenheit: Bereits vor zwei Jahren sei der Personalbestand auf dem Tiefstand gewesen und 100.000 Asylanträge hätten nicht bearbeitet werden können, so Lautenbach. Dieser Rückstau sei nun noch größer geworden.

An dem Notstand werde sich in den kommenden Monaten wohl auch nichts ändern: Zunächst müssten die neuen Mitarbeiter, die aus der Bundesagentur für Arbeit kommen, geschult werden, erläutert Lautenbach. Doch bis aus ihnen "Asylentscheider" werden, müssten sie von den BAMF-Mitarbeitern geschult werden. Deshalb werde es wohl noch etwa sechs Monate dauern, bis der Stau bei den Anträgen abgebaut werden könne.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 07. Dezember 2015 um 12:00 Uhr.

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