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Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer hat die winterbedingten Zugausfälle auf der Strecke München-Berlin kritisiert. Für viele Reisende sei das gerade in der Weihnachtszeit "mehr als ärgerlich", sagte er der "Süddeutschen Zeitung". Zugleich rügte der CSU-Politiker die ICE-Hersteller. Für diese seien die Ausfälle "ein Armutszeugnis", sagte Ramsauer. Der ICE wird unter anderem von den Konzernen Siemens und Bombardier hergestellt.
[Bildunterschrift: Verkehrsminister Ramsauer rechnet mit Widerständen beim Ausbau des Schienennetzes. ]
Die Deutsche Bahn hatte am Dienstag überraschend mitgeteilt, dass auf der ICE-Verbindung zwischen Berlin und München von Mittwoch bis Sonntag jeder zweite Zug ausfällt. Als Grund wurden witterungsbedingte Störungen genannt. Ersatzzüge kann die Bahn nach eigener Aussage nicht zur Verfügung stellen, "da zurzeit alles fährt, was fahren kann."
Fahrgäste, die erst eine Stunde später als geplant reisen können, erhalten von der Bahn 25 Prozent des Fahrpreises zurück. Bei zwei Stunden Verspätung werden nach den üblichen Regeln 50 Prozent erstattet. Wer von der Reise ganz zurücktritt, weil sein Zug nicht wie geplant fährt, bekommt den vollen Fahrpreis zurück. Die Kunden erhielten auch das Geld für verfallene Platzreservierungen wieder.
Das Unternehmen bat die Fahrgäste, sich im Internet (Link siehe unten) oder unter der Telefonnummer 01805 996633 darüber zu informieren, welche Züge fahren.
Gleichzeitig kündigte der Minister einen Ausbau des Schienennetzes in Deutschland an. Straßen allein würden den gewaltigen Verkehrszuwachs nicht verkraften. Viele Bahnstrecken müssten deshalb erweitert, andere Verbindungen neu gebaut werden. Allein der Güterverkehr in Deutschland wird nach Expertenangaben bis zur Mitte dieses Jahrhunderts um 50 Prozent zunehmen.
Ramsauer sagte, wenn ein Kollaps auf den Straßen vermieden werden solle, müsse dieser Zuwachs "möglichst vollständig auf die Schiene" gebracht werden. Das werde viel Geld kosten und nicht ohne Widerstände vonstattengehen. "Es schreien zwar alle nach mehr Schiene. Wenn es aber konkret wird, gibt es vor Ort genau die gleichen intensiven Widerstände wie beim Bau einer Autobahn oder eines Kraftwerks", sagte der Minister. Um eine Blockade wichtiger Projekte sowie Preisexplosionen zu verhindern, wolle er dennoch nicht weniger, sondern mehr Mitspracherechte der Bürger.
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