Badesee-Untersuchung Die Keime schwimmen mit

Stand: 23.07.2013 11:56 Uhr

Der Badesee Krumme Lanke in Berlin (Bildquelle: dpa)
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Ein Sechstel aller Badeseen wurde als "bedenklich" eingestuft.

Badeseen in Deutschland sind vor allem in Ufernähe zum Teil stark mit Keimen belastet. Zu dem Ergebnis kommt eine Untersuchung des ADAC.

Der Automobilclub testete die Wasserqualität von 41 Badeseen in der Nähe von Großstädten. Dabei wies jede siebte Messstelle bedenkliche Keimkonzentrationen im Flachwasser auf. Das birgt den Testern zufolge vor allem für Kinder, die an diesen Stellen gerne baden, ein deutlich erhöhtes Infektionsrisiko.

Die Tester stuften die Wasserqualität an zehn von insgesamt 65 Messstellen als "bedenklich" ein. Daneben wurde die Qualität an 18 Messpunkten als "ausreichend" bewertet, 17 schnitten "gut" ab und 20 sogar "sehr gut". Testsieger waren Stellen am Langener Waldsee in der Nähe von Frankfurt am Main, am Lußsee bei München sowie Bereiche im Ammelshainer See, im Cospudener See und im Kulkwitzer See bei Leipzig.

Schlusslicht ist ein See in Krefeld

Testverlierer war eine Messstelle am Elfrather Badesee in Krefeld. Zum Testzeitpunkt hielten sich laut ADAC dort bis zu 100 Kanadagänse auf, Liegewiese und Ufer waren mit Vogelkot übersät. Die Stadtverwaltung sei sich des Problems jedoch bewusst und versuche gegenzusteuern, erklärte der Automobilclub. Unter anderem rate sie vor Ort mit einem entsprechenden Warnschild vom Baden ab.

Die ADAC-Tester entnahmen in der Hochsaison 2012 an 65 Messpunkten im Abstand von rund vier Wochen drei einzelne Wasserproben. Zu Beginn der diesjährigen Badesaison wurden an einem Termin nochmals drei parallele Proben genommen. Die Untersuchung war im Vorjahr zu ähnlichen Ergebnissen gekommen.

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