Rettungskräfte an der Unfallstelle des Zugunglücks

Bad Aibling Fahrdienstleiter muss ins Gefängnis

Stand: 05.12.2016 20:40 Uhr

Im Prozess um das Zugunglück von Bad Aibling ist der Fahrdienstleiter zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Der Mann sei der fahrlässigen Tötung schuldig, befand das Landgericht Traunstein. Er hatte das Stellwerk falsch bedient, dadurch waren zwei Züge zusammengeprallt.

Der Fahrdienstleiter, der beim Zugunglück von Bad Aibling die Stellwerk-Signale falsch gesetzt hatte, muss für dreieinhalb Jahre ins Gefängnis. Der Bahnmitarbeiter sei der fahrlässigen Tötung und der fahrlässigen Körperverletzung schuldig, urteilte das Landgericht Traunstein. Bei dem Zusammenstoß zweier Züge am 9. Februar in Oberbayern waren zwölf Menschen gestorben und fast 90 teils lebensgefährlich verletzt worden.

Mehrjährige Haftstrafe für Fahrdienstleiter nach Zugunglück nach Bad Albing
nachtmagazin 00:15 Uhr, 06.12.2016, Ilanit Spinner, BR

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Das Gericht bliebt mit dem Urteil hinter der Forderung der Staatsanwaltschaft. Die hatte vier Jahre Haft gefordert. Der Mann hatte bei Prozessbeginn gestanden, bis kurz vor dem Zusammenstoß der beiden Züge auf seinem Smartphone gespielt zu haben. Das ist bei der Deutschen Bahn verboten. Vom Spielen abgelenkt hatte er im Stellwerk mehrere Signale falsch gestellt. Dadurch schickte er beide Züge gleichzeitig auf die eingleisige Strecke. Beim Absetzen eines Notrufes drückte er außerdem noch eine falsche Taste.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 05. Dezember 2016 um 11:00 Uhr.

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