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Forderung der Gewerkschaft der Polizei "Brauchen mindestens 9000 neue Beamte"

Stand: 17.01.2016 19:37 Uhr

Das Thema Innere Sicherheit ist zurück auf der Tagesordnung - schärfere Gesetze werden diskutiert. Doch um die durchzusetzen, werden laut Oliver Malchow mehr Polizisten gebraucht. Im Bericht aus Berlin forderte der Chef der Gewerkschaft der Polizei mindestens 9000 Stellen.

Der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Oliver Malchow, hat 9000 neue Polizisten für Deutschland gefordert. Im Bericht aus Berlin begründete er die Forderung damit, dass die Polizei überlastet sei.

"16.000 Stellen in zehn Jahren abgebaut"

Hintergrund ist ein massiver Stellenabbau. Malchow bemängelte, dass in den vergangenen zehn Jahren 16.000 Stellen abgebaut worden seien. Dies gehe zu Lasten der Inneren Sicherheit. Durch die Neueinstellung von 9000 Beamten könnten zumindest die derzeit aufgelaufenen Überstunden abgebaut werden, sagte Malchow. Allerdings sei dies erst ein Anfang. "Wir haben schon seit Jahren auf die Problematik hingewiesen". Dies sei jedoch nicht gehört worden. Durch die Vorfälle an Silvester in Köln sei das Problem aber sichtbar geworden.

Bisher ist beschlossen, dass es 3000 zusätzliche Stellen bei der Bundespolizei geben soll. Auch die Bundesländer wollen neue Beamte einstellen.

Oliver Malchow, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, im Gespräch
Bericht aus Berlin, 17.01.2016

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"Es geht um die Existenz der Demokratie"

Der Innenminister des Saarlands, Klaus Bouillon, kündigte an, in seinem Bundesland 45 neue Stellen schaffen zu wollen. Diese Investition in die Innere Sicherheit sei nötig, betonte Bouillon im Bericht aus Berlin: "Es geht um die Existenz der Demokratie". Köln sei ein Weckruf gewesen, mehr zu tun, sagte Bouillon und gab zu: "Wir haben einiges unterschätzt".

Innenminister Klaus Bouillon im Gespräch
Bericht aus Berlin, 17.01.2016

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