Dietmar Bartsch, Linkspartei | Bildquelle: AFP

Bartsch im Bericht aus Berlin "Jedes Kind muss gleich viel wert sein"

Stand: 11.03.2018 19:22 Uhr

Die neue Regierung aus Union und SPD will Kinderarmut bekämpfen. Linken-Fraktionschef Bartsch kritisiert im Bericht aus Berlin: Der Plan gehe an den Kindern vorbei.

2,8 Millionen Kinder in Deutschland sind von Armut bedroht. Die neue Regierung hat dieses Problem offensichtlich erkannt und es in den Koalitionsvertrag aufgenommen: Geplant ist eine Kindergelderhöhung von 25 Euro. Insgesamt sollen zwölf Milliarden Euro für Familienpolitik ausgegeben werden.

Dietmar Bartsch, Fraktionschef der Linken, freut sich zwar darüber, dass dieses Thema jetzt überhaupt im Koalitionsvertrag auftaucht. Doch nur mehr Geld reiche da nicht: "Es müsste einen grundsätzlichen Wechsel im System geben." Eine Kindergelderhöhung käme bei vielen nicht an.

Tina Hassel, ARD Berlin, im Gespräch mit Linke-Chef Dietmar Bartsch
Bericht aus Berlin, 11.03.2018

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Tatsächlich wird diese Erhöhung bei Eltern, die ALG II beziehen, wieder abgezogen. "Jedes Kind in unserer Gesellschaft muss uns gleich viel wert sein", kritisiert Bartsch.

"Debatte über obszönen Reichtum führen"

Was hingegen bei bei den Kindern, ankommen würde, wäre die Kindergrundsicherung, so Bartsch. Die Linkspartei forderte in ihrem Wahlprogramm, diese mit knapp 570 Euro einzuführen. Momentan gibt es mehr als 150 Einzelposten bei Familienleistungen und Kinderhilfe. "Viele, auch in den Kommunen, sind von der jetzigen Situation überfordert", so Bartsch. Das würde eine Kindergrundsicherung vereinfachen.

Bartsch ist auch der Meinung, dass mit Blick auf Kinderarmut eine Debatte über "obszönen Reichtum" in der Gesellschaft geführt werden müsste: "Wenn die Zahl der Milliardäre zunimmt und gleichzeitig die Zahl der Kinder in Armut auf fast drei Millionen steigt, dann ist etwas schief."

Über dieses Thema berichtete das Erste im "Bericht aus Berlin" am 11. März 2018 um 18:30 Uhr.

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