Inland
Interview: "Autismus ist ein Teil von mir"
Interview zum "Tag der Behinderten"
Autismus ist ein Teil von ihr
Autismus:
Den Begriff "Autismus" prägte der Schizophrenie-Forscher Eugen Bleuler (1857-1939), der die Bezeichnung für Patienten gebrauchte, die sich in ihre innere Welt zurückzogen und den Kontakt zur Außenwelt vermieden. Heute klassifizieren Mediziner Autismus als tiefgreifende, unheilbare Entwicklungsstörung. Diagnostisch wird zwischen dem Frühkindlichen Autismus (Kanner-Syndrom) und dem Asperger-Syndrom unterschieden.
Das Asperger-Syndrom:
Das Asperger-Syndrom (benannt nach dem österreichischen Kinderarzt Hans Asperger, 1906-1980) ist eine leichte Form des Autismus, die häufig mit hoher Intelligenz einhergeht. Betroffene Kinder entwickeln sich zunächst meist unauffällig, die Sprachentwicklung muss nicht verzögert sein. Asperger-Autisten sind häufig motorisch ungeschickt, weisen große Probleme im sozialen Umgang auf und meiden den Kontakt zu anderen Menschen. Sie widmen sich oft ausgeprägten Spezialinteressen.
Das Kanner-Syndrom:
Im Gegensatz zum Asperger-Syndrom tritt der frühkindliche Autismus - nach dem Kinder- und Jugenpsychiater Leo Kanner (1896-1981) auch Kanner-Syndrom genannt - schon vor dem dritten Lebensjahr auf. Die Kinder lernen erst spät oder oft gar nicht sprechen. Sie nehmen ihre Umwelt kaum wahr. Auch ständige Wiederholungen der gleichen Verhaltensweisen und Bewegungen sind typisch. Der frühkindliche Autismus geht oft mit einer geistigen Behinderung einher.
Tag der Behinderten:
Der Tag wurde von der Internationalen Gesundheitsorganisation WHO ins Leben gerufen. Er soll an die Probleme, die Menschen mit Behinderungen in unserer Gesellschaft haben, erinnern.
Stand: 03.12.2008 09:28 Uhr