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Angeführt von rund 350 Traktoren haben in Berlin zehntausende Atomkraftgegner demonstriert. Die Veranstalter sprachen von 50.000 Teilnehmern, die Polizei machte keine eigenen Angaben. Die Demonstration ist der Abschluss eines einwöchigen Traktor-Trecks, zu der die Bäuerliche Notgemeinschaft aus dem niedersächsischen Wendland aufgerufen hatte. Gestartet war der Protestzug vor einer Woche in Gorleben.
Das marode Atommülllager Asse bei Wolfenbüttel und die Pannen in den norddeutschen Reaktoren Krümmel und Brunsbüttel hatten die Atomdebatte in den letzten Monaten erneut angeheizt.
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Initiator der Aktion "Mal richtig abschalten!" ist ein breites Bündnis von rund 100 Umweltverbänden, Gewerkschaften und Bürgerinitiativen. Sie wollen nach Angaben des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) vor der Bundestagswahl Druck auf die Politik ausüben, damit die künftige Bundesregierung am Atomausstieg festhält.
Unterstützt wurde die Protestaktion auch von Grünen und der Partei Die Linke. Zahlreiche prominente Politiker nahmen an der Kundgebung teil, darunter Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD), die Grünen-Spitzenkandidaten Renate Künast und Jürgen Trittin, die Grünen-Vorsitzende Claudia Roth und Fraktionschef Fritz Kuhn. Sie durften allerdings keine Reden halten.
Unterstützung erhielten die Atomkraftgegner auch vom Umweltbundesamt (UBA). Die Atomenergie sei keine nachhaltige Energieform, sagte UBA-Präsident Jochen Flasbarth im Deutschlandradio Kultur. Der Ausstieg sei für eine zukunftsfähige Energieversorgung wichtig.
Umweltminister Sigmar Gabriel sprach mit Blick auf die Kundgebung von einer eindeutigen Botschaft an Kanzlerin Angela Merkel: "Hört endlich auf, den verlängerten Arm der Atomindustrie zu spielen." Das Problem der Endlagerung könne nicht gegen den Willen der Bevölkerung gelöst werden. Die Zukunft gehöre den erneuerbaren Energien, erklärte Gabriel.
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