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[Bildunterschrift: Kernenergie werde von den Menschen nicht akzeptiert, so Minister Röttgen. ]
Bundesumweltminister Norbert Röttgen hält es für unwahrscheinlich, dass der Ausstieg aus der Atomenergie rückgängig gemacht wird. Kernenergie könne auf Dauer nur genutzt werden, wenn eine Mehrheit der Menschen sie akzeptiere, sagte der CDU-Politiker der "Bild"-Zeitung. Dies sei jedoch seit Jahrzehnten nicht der Fall, und daran werde sich nach seiner Einschätzung auch nichts mehr ändern.
Ob eine Verlängerung der Laufzeit von Atomkraftwerken Strom billiger machen wird, bezweifelt der Minister. "Es wäre unredlich, Billigenergie zu versprechen. Wenn wir die Laufzeiten verlängern, dann auch, um einen wesentlichen Teil der Sondergewinne in erneuerbare Energiequellen zu investieren", sagte Röttgen.
Die Grünen reagierten skeptisch auf die Äußerungen Röttgens. Der Minister bleibe "der böse Wolf im Gewand von Rotkäppchen", sagte Fraktionschefin Renate Künast der "Leipziger Volkszeitung". Noch vor einem dreiviertel Jahr habe die CDU den Neubau von Atomkraftwerken gefordert, im Wahlkampf dann für längere Laufzeiten getrommelt. Sie fordere ein klares Bekenntnis von Schwarz-gelb, dass es zur Öko-Energie keine Alternative gebe, so Künast.
Union und FDP hatten sich in ihrem Koalitionsvertrag grundsätzlich für längere Laufzeiten von Atomkraftwerken ausgesprochen, Details aber offen gelassen. Es heißt dort, dass längere Laufzeiten an die "Einhaltung der strengen deutschen und internationalen Sicherheitsstandards" geknüpft seien. Die erwarteten Zusatzgewinne der Konzerne sollen zu einem Teil für die Forschung und Vermarktung erneuerbarer Energien verwendet werden.
Der Atomausstieg war im Jahr 200 von der damaligen rot-grünen Bundesregierung in Zusammenarbeit mit der Atomindustrie beschlossen worden. Die letzten AKW sollen demnach spätesten 2022 vom Netz gehen.
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