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Asse: Felsbrocken bedrohen Atommüllfässer
Atommülllager Asse

Felsbrocken bedrohen Atommüllfässer

Fässer im Atommülllager Asse (Foto: dpa) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: 126.000 Fässer lagern in Asse. ]
Im einsturzgefährdeten Atommülllager Asse sind Fässer mit Atommüll von einem lockeren Felsbrocken an der Decke bedroht. In einer offenen Lagerkammer in 725 Meter Tiefe müsse "mit dem Fall eines größeren Gesteinsbrockens von der Decke auf die offen liegenden Fässer" gerechnet werden, teilte das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) mit.

Weil die Lagerkammer offen ist, könnte es zu einer Beschädigung der Fässer und zur Aufwirbelung von Salzstaub und radioaktiven Partikeln kommen, erklärte das BfS mit. Schadstoffe könnten freigesetzt werden, hieß es. Nun sollen die gefährdeten Fässer mit Salz überdeckt und die Brocken entfernt werden. Gesteinsablösungen aus der Decke habe es bereits mehrfach in der Asse und vor kurzem auch im Lager Morsleben in Sachsen-Anhalt gegeben. Dabei sei aber kein Gestein auf Abfälle gefallen.

126.000 Fässer lagern in Asse

In dem ehemaligen Salzbergwerk in Niedersachsen wurden zwischen 1967 und 1978 rund 126.000 Fässer mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen deponiert. Dabei kam es zu zahlreichen Unregelmäßigkeiten. Ein Untersuchungsausschuss des niedersächsischen Landtages soll die Vorgänge nun klären.

Stand: 29.04.2009 12:11 Uhr
 

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