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[Bildunterschrift: Das Atommülllager Asse sei von Anfang an unsicher gewesen, sagt Greenpeace. ]
Im Atommülllager Asse in Niedersachsen ist eine mit radioaktivem Müll gefüllte Kammer einsturzgefährdet. Es drohe die Gefahr, dass sich Teile der Decke lösten und die dort lagernden Fässer beschädigten, teilte das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in Salzgitter mit. Die Schäden in der in 750 Meter Tiefe liegenden Kammer 4 wurden dem BfS zufolge bei Messungen Ende des vergangenen Jahres festgestellt.
Vor der einsturzgefährdeten Kammer will das Amt nun eine zusätzliche Barriere aus Salzbeton errichten. Einen entsprechenden Antrag werde man in den kommenden Tagen beim Landesamt für Bergbau stellen, hieß es. Außerdem ist der gefährdete Bereich nur noch eingeschränkt für das Personal des Bergwerkes zugänglich. Ziel sei es, die Kammer so zu stabilisieren, dass sie bis zur endgültigen Schließung nicht einstürzen könne.
Weitere "sofortige Gefahrenabwehrmaßnahmen" halten das BfS und die Aufsichtsbehörden derzeit nicht für notwendig. Dennoch werde geprüft, ob sich im Falle eines Einsturzes der Kammer radioaktiv belasteter Staub in die Grube und in die Abluft ausbreiten würde.
Das BfS hatte zum Jahresanfang die Verantwortung für das Atommülllager Asse übernommen. In dem ehemaligen Salzbergwerk sind bereits Decken mehrerer alter Abbaukammern eingestürzt. Bislang betraf dies aber keine der 13 Kammern, in denen Atommüll lagert. In dem Bergwerk wurden bis 1978 mehr als 126.000 Atommüllfässer deponiert.
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