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Die Arbeitsagenturen haben im vergangenen Jahr so wenig für Lohnersatzleistungen ausgegeben wie seit 18 Jahren nicht mehr. Eine Analyse des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) ergab, dass die Arbeitslosenversicherung immer weniger zur Sicherung Arbeitsloser beiträgt. Nur noch eine Minderheit habe überhaupt Anspruch auf Arbeitslosengeld I.
[Bildunterschrift: Die Arbeitsagenturen zahlen laut Studie insgesamt immer weniger Geld aus. ]
Zudem sei die Höhe der ausgezahlten Beträge oft so stark gesunken, dass bereits gut jeder neunte Erwerbslose zusätzlich "Hartz-IV"-Leistungen beantragen müsse. Während die Bundesagentur für Arbeit 2004 noch 29 Milliarden Euro an Arbeitslosengeld I ausgezahlt habe, seien es nach den Kürzungen im Rahmen der "Agenda 2010" im vergangenen Jahr noch 13,9 Milliarden Euro gewesen. Die Zahl der Arbeitslosen sank in diesem Zeitraum zwar auch, aber längst nicht so stark: von 4,38 auf 3,27 Millionen.
Insgesamt erhielten laut DGB nicht einmal 30 Prozent der Arbeitslosen das Arbeitslosengeld I. Die meisten Menschen ohne Arbeit hätten nur Anspruch auf Arbeitslosengeld II oder bekämen gar nichts. 1992 hätten noch gut 56 Prozent der Arbeitslosen Lohnersatzleistungen erhalten. 2008 habe ein Erwerbsloser im Schnitt 733 Euro im Monat bekommen - 17 Euro weniger als 2007 und 30 Euro weniger als 2006.
Insbesondere Leiharbeitskräfte und befristet Beschäftigte drohten bei Verlust des Arbeitsplatzes direkt zum "Hartz-IV-Fall" zu werden.
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