Mediziner mit Gesichtsmaske im OP-Saal | Bildquelle: dpa

AOK-Krankenhaus-Report Wenn die Routine fehlt

Stand: 28.02.2017 13:40 Uhr

Viele Krankenhäuser haben zu wenig Erfahrung bei bestimmten Eingriffen. Zu diesem Ergebnis kommt die AOK in ihrem Krankenhaus-Report 2017. Die AOK fordert, dass die Kliniken Mindestmengen an Operationen durchführen, um mehr Routine zu gewinnen.

In Deutschland haben viele Krankenhäuser zu wenig Routine bei bestimmten Eingriffen. Darauf weist die AOK mit ihrem Krankenhaus-Report 2017 hin. Je häufiger solche Eingriffe vorgenommen würden, desto besser seien die Behandlungsergebnisse für die Patienten, erklärte der Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Martin Litsch.

Das wissenschaftliche Institut der AOK hat den Report erstellt und dafür Ergebnisse mehrerer wissenschaftlicher Untersuchungen zu Rate gezogen. Die Empfehlung für eine Mindestmengenregelung ist die Konsequenz.

AOK fordert strengeren Mindestmengenkatalog für Operationen
tagesschau 20:00 Uhr, 28.02.2017, Justus Kliss, RBB

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Übung macht den Meister

Bislang gilt die gesetzliche Mindestmengenregelung für nur sieben komplexe Leistungsbereiche. Dazu zählen Nierentransplantationen, Knie-OPs sowie die Versorgung von Frühchen. Eine Mindestmengenregelung bedeutet, dass die Kliniken eine bestimmte Anzahl an Operationen durchführen müssen. Dadurch sollen die Ärzte mehr Routine gewinnen. Denn laut der bisherigen Untersuchungen treten weniger Fehler auf, wenn die Mediziner mehr Erfahrungen bei bestimmten OPs haben. Die AOK setzt setzte sich seit langem dafür ein, die sogenannte Mindestmengenregelungen in der stationären Versorgung auszuweiten, so Litsch.

Kliniken müssten sich in Zukunft stärker auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren. In Deutschland müsse endlich ein qualitätsorientierter Umbau der Krankenhauslandschaft stattfinden, "der diesen Namen verdient", erklärte Litsch. Eine Ausweitung könnte nach Ansicht der AOK zum Beispiel beim Hüftgelenkersatz und Schilddrüsen- und Brustkrebsoperationen oder bei der Geburtshilfe sinnvoll sein.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 28. Februar 2017 um 12:00 Uhr.

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