Doping | Bildquelle: AFP

Entscheidung des Bundestags Per Gesetz gegen Doping

Stand: 13.11.2015 12:13 Uhr

Der Bundestag hat ein Gesetz zum Kampf gegen Doping verabschiedet. Es soll schon zu Beginn des kommenden Jahres gelten. Sowohl Selbstdoping als auch der Besitz von Dopingmitteln wird damit verboten.

Nach langen kontroversen Debatten in Sport und Politik hat der Bundestag das Anti-Doping-Gesetz beschlossen. Es soll nach der Verabschiedung durch den Bundesrat noch zum Beginn des Olympia-Jahres 2016 in Kraft treten. Das Gesetz, das mit den Stimmen von Union und SPD verabschiedet wurde, sieht unter anderem ein Verbot des Selbstdopings und des Besitzes entsprechender Substanzen vor.

Ergänzung zu Sperren im Kampf gegen Doping

Bundesjustizminister Heiko Maas | Bildquelle: dpa
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Bundesjustizminister Heiko Maas ist davon überzeugt, dass das neue Anti-Doping-Gesetz den Sport sauberer machen wird.

Justizminister Heiko Maas sagte, die Regelung sei eine "Kampfansage an Täuscher, Trickser und Betrüger". Sie werde den Sport "sauberer, sicherer und ehrlicher" machen. Dies sei eine notwendige Ergänzung des Kampfs gegen Doping, da die bisher verhängten Sperren durch Sportverbände offenbar nicht ausreichend abschreckten, wie Maas dem SWR sagte.

Wegen Betrugs strafbar macht sich ein Sportler, bei dem Dopingmittel entdeckt werden, künftig aber nur, wenn er sich damit Vorteile verschaffen will, sagte Maas. Mit dieser Einschränkung wurde den Einwänden zahlreicher Spitzensportler Rechnung getragen, die fürchten, ihnen könnten verbotene Substanzen untergeschoben werden.

Hoffnung auf abschreckende Wirkung

Für Bundesinnenminister Thomas de Maizière ist das Gesetz im Kampf gegen Sportbetrüger ein großer Schritt nach vorn. "Wir erhoffen uns von dem neuen Gesetz eine erhebliche Wirkung. Es soll abschrecken und gleichzeitig bei der Aufdeckung von kriminellen Dopingstrukturen helfen", erklärte der CDU-Politiker im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur. Zugleich betonte er: "Ich möchte aber nicht alle Leistungssportler zu potenziellen Dopern machen. Das wäre ungerecht."

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat weiter Vorbehalte gegen das Gesetz. Die Grünen stimmten gegen das Gesetz, die Linke enthielt sich.

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