Anti-AfD-Demo in Berlin | Bildquelle: AFP

Demo in Berlin 12.000 AfD-Kritiker umrunden den Bundestag

Stand: 22.10.2017 16:54 Uhr

Im Berliner Regierungsviertel haben rund 12.000 Menschen gegen die AfD demonstriert. Sie zogen einen "symbolischen Schutzring" um den Bundestag, in dem die Rechtspopulisten bei der konstituierenden Sitzung am Dienstag erstmals Platz nehmen.

"Mein Herz schlägt für Vielfalt": Zwei Tage vor der konstituierenden Sitzung des Parlaments haben sich nach Polizeiangaben rund 12.000 Menschen in Berlin an einer Demonstration unter dem Motto "Gegen Hass und Rassismus im Bundestag" beteiligt. Symbolisch umrundeten die Demonstranten das Reichstagsgebäude. Dort werden künftig auch 92 Abgeordnete der AfD sitzen.

"Die Geschichte hat uns gelehrt, zu was Hass und Rassismus führen können. Ich fordere Abgeordnete jeder Richtung auf, es uns gleichzutun und gemeinsam für unsere demokratischen Grundwerte einzustehen", sagte der 23-jährige Initiator Ali Can. Der Student zeigte sich "überwältigt" von der hohen Teilnehmerzahl.

Demo "Gegen Hass und Rassismus im Bundestag"
tagesschau 17:15 Uhr, 22.10.2017, Andreas Jöhrens, RBB

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Offener Brief an die AfD

Aufgerufen zu der Demonstration hatten die Bürgerbewegung Campact und weitere Organisationen. Zu den Unterstützern zählten der Deutsche Gewerkschaftsbund, die Linkspartei, der Lesben- und Schwulenverband und viele kleinere Initiativen.

Die Bürgerbewegung Avaaz als Mitveranstalter hatte in einer ganzseitigen Zeitungsanzeige für die Demonstration geworben. "Wir stehen auf gegen euren Rassismus", heißt es zudem in einem offenen Brief an die AfD, der auf der Webseite der Organisation steht und bereits von mehr als 500.000 Menschen unterzeichnet wurde. "Wir stehen für ein weltoffenes, soziales, liberales, vielfältiges Deutschland, in dem kein Platz ist für Fremdenfeindlichkeit."

Hofreiter: "Wertvolles Zeichen"

Der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Anton Hofreiter, sagte zum Auftakt der Demo, es sei "ein wertvolles Zeichen, dass sich die Leute nicht damit abfinden, dass jetzt eine Partei im Bundestag sitzt, die sich im Wahlkampf teilweise rassistisch und rechtsradikal geäußert hat".

AfD spricht von Stimmungsmache

Die AfD verurteilte die Proteste als "Angriff auf die Demokratie". Der neue Bundestagsfraktionsvize Peter Felser sprach von einer "nicht hinnehmbaren Diskreditierung" der demokratisch gewählten AfD-Abgeordneten.

Demonstration in Berlin. | Bildquelle: Stephan Ozsvath
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Rund 12.000 Menschen folgten dem Aufruf der Veranstalter.

Anti-AfD-Protest in Berlin | Bildquelle: AFP
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Der Protestzug endete am Brandenburger Tor.

Berlin: Tausende demonstrieren vor Reichstag gegen Rassismus
Stefan Ozsváth, ARD Berlin
22.10.2017 16:54 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 22. Oktober 2017 um 17:15 Uhr.

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