Twitterbild Pray For Berlin | Bildquelle: twitter: @Dela_sama

Internationale Solidarität #IchbineinBerliner

Stand: 20.12.2016 21:03 Uhr

Weltweit haben Menschen unter den Hashtags #IchbineinBerliner und #PrayforGermany ihre Solidarität mit den Opfern in Berlin zum Ausdruck gebracht. Auch führende Politiker und Geistliche zeigten Anteilnahme. Das französische Parlament legte eine Schweigeminute ein.

Nach dem Anschlag in Berlin haben weltweit Menschen in den sozialen Medien Ihre Anteilnahme mit den Opfern zum Ausdruck gebracht. Auf Twitter und Facebook schrieben sie unter den hashtags #PrayforGermany und #IchbineinBerliner.

Auch Staatsoberhäupter und Geistliche zeigten sich solidarisch. Die Abgeordneten des französischen Parlaments gedachten in einer Schweigeminute der Opfer. Der Präsident der Nationalversammlung, Claude Bartolone, erinnerte daran, dass beim Terrorattentat in Nizza im vergangenen Juli ebenfalls ein Lastwagen in eine Menschenmenge gerast war. Der Anschlag am französischen Nationalfeiertag hatte letztlich 86 Menschen das Leben gekostet.

Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker erklärte, er und die gesamte EU-Kommission seien "erschüttert". EU-Ratspräsident Donald Tusk versprach Europas Hilfe. Die EU-Flaggen in Brüssel hängen heute auf Halbmast.

Obama bietet Hilfe bei Aufklärung der Tat an

US-Präsident Barack Obama drückte Merkel in einem Telefonat seine "tiefe Anteilnahme" aus. Er sicherte nach Angaben der Bundesregierung die Unterstützung der USA bei der Aufklärung der Tat zu. Über das Weiße Haus teilte er mit: "Kein Angriff lässt uns und unsere deutschen Verbündeten in unserer Entschlossenheit schwanken, den Terrorismus in all seinen Ausprägungen zu besiegen."

Obamas Nachfolger Trump sagte, "Islamistische Terroristen schlachten fortwährend Christen in ihren Gemeinden und Andachtsorten ab als Teil ihres globalen Dschihad". Er fügte hinzu, "Diese Terroristen und ihre regionalen und weltweiten Netzwerke müssen vom Angesicht der Erde ausgelöscht werden, eine Mission, die wir mit allen freiheitsliebenden Partnern ausführen werden."

Netanjahu fordert gemeinsamen Kampf des Westens

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu forderte einen gemeinsamen Kampf der westlichen Welt gegen den Terror. Es handele sich um einen weiteren Anschlag in einer Serie "bösartiger Angriffe", sagte der Regierungschef nach Angaben seines Büros. Der Terror schlage überall zu. "Wir werden ihn bezwingen, aber es wird sehr viel schneller gehen, wenn alle freien Nationen, die attackiert werden, sich vereinen."

Der russische Staatschef Wladimir Putin erklärte: "Dieses gegen friedliche Zivilisten verübte Verbrechen schockiert durch seine Brutalität und seinen Zynismus." Dem Kreml zufolge kondolierte er Merkel sowie Bundespräsident Joachim Gauck.

President of Russia @KremlinRussia_E
Condolences to the German authorities on the Christmas market tragedy in Berlin https://t.co/kkhEugAOHQ

Papst tief betroffen

Auch Papst Franziskus zeigte sich bestürzt über den Anschlag. Das Kirchenoberhaupt sei tief betroffen von der schrecklichen Gewalttat, hieß es Vatikanangaben zufolge in einem Beileidstelegramm von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin im Namen des Papstes.

Franziskus nehme Anteil an der Trauer der Hinterbliebenen. Er bekunde allen Betroffenen sein Mitgefühl und seine Nähe, betonte Parolin.

Er sei mit allen Menschen verbunden, die dafür arbeiteten, "dass der mörderische Wahnsinn des Terrorismus keinen Platz in unserer Welt hat", hieß es in dem Beileidstelegramm. In diesem Sinne bitte er um Trost, Schutz und heilenden Segen.

"Abscheuliches Verbrechen"

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon verurteilte den Anschlag als ein abscheuliches Verbrechen. Die Verantwortlichen für die Tat müssten schnell zur Rechenschaft gezogen werden, erklärt Ban in New York.

Der Generalsekretär drückte den Familien der Angehörigen, der Bundesregierung und der deutschen Bevölkerung seine Anteilnahme aus. Den Verletzten wünschte er eine schnelle Genesung.

Die britische Premierministerin Theresa May twitterte, die Bilder aus Berlin und Ankara hätten alle geschockt. Ihr Beileid gelte den Trauernden und Opfern.

Theresa May @theresa_may
The vivid images from Berlin & Ankara have shocked us all. Our condolences are with all those who mourn and all who have been affected.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 20. Dezember 2016 um 17:00 Uhr.

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