Führung muss vor Gericht "Identitäre" in Österreich angeklagt

Stand: 14.05.2018 15:50 Uhr

Sie versuchten, Fremdenfeindlichkeit zu verbreiten und setzten den Islam mit islamistischem Terror gleich: In Österreich sind führende Vertreter der "Identitären" unter anderem wegen Volksverhetzung angeklagt worden.

Zehn führende Vertreter der rechtsextremen "Identitären Bewegung Österreich" (IBÖ) müssen sich wegen Volksverhetzung und Bildung einer kriminellen Vereinigung vor Gericht verantworten. Auch wegen Sachbeschädigung und Nötigung sei Anklage erhoben worden, erklärte die Staatsanwaltschaft Graz.

Vorwurf: Verbreitung fremdenfeindlicher Ideologie

Neben der Führungsspitze sind zudem sieben Sympathisanten angeklagt. Seit ihrer Gründung 2012 versuchten die IBÖ-Vertreter ihre fremdenfeindliche Ideologie zu verbreiten und setzten dabei den Islam mit islamistischem Terror gleich, begründete die Behörde ihre Anklage. Die meisten der nun angeklagten Mitglieder waren bereits an der Gründung des Vereins beteiligt. "Die Vertreter der IBÖ sehen die kulturelle europäische Identität durch Multikulturalismus, Liberalismus und Islamisierung bedroht", so die Staatsanwaltschaft.

In Deutschland beobachtet der Verfassungsschutz die dortige "Identitäre Bewegung" (IB). Nach Behördenansicht nutzen die Aktivisten bei ihrem fremdenfeindlich motivierten Engagement moderne Kommunikationskanäle und sind besonders im Internet aktiv. Die Identitären wollten so vor allem junge Menschen gewinnen.

Österreich: 17 "Identitäre" angeklagt
Govedarica Srdjan, ARD Wien
14.05.2018 14:08 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 14. Mai 2018 um 17:30 Uhr.

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