Innenminister de Maizière sagte vor dem Düsseldorfer Untersuchungsausschuss zum Fall Amri aus. | Bildquelle: dpa

De Maizière im Ausschuss "Amri hätte in Haft genommen werden können"

Stand: 28.03.2017 16:01 Uhr

Der Berlin-Attentäter Amri hätte nach Ansicht von Innenminister de Maizière in Haft genommen werden können. Im Oktober habe Tunesien Amris Identität bestätigt. Spätestens dann hätten die Behörden Sicherungshaft gegen Amri verhängen können, so der Innenminister.

Nach Ansicht von Bundesinnenminister Thomas de Maizière hätte der Berlin-Attentäter Amri spätestens Ende Oktober 2016 verhaftet werden können - zwei Monate vor dem Anschlag. Das sagte de Maizière vor dem Untersuchungsausschuss des NRW-Landtages. Im Oktober hatten die tunesischen Behörden die Identität Amris bestätigt. Danach hätte man ihn in Deutschland in Sicherungshaft nehmen können, so der Minister. Das sei aber nicht einmal versucht worden.

Schon in der Vergangenheit hatte de Maizière die Auffassung vertreten, die Behörden hätten Amri in Abschiebehaft nehmen können. Der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger hatte dieser Ansicht widersprochen.

Amri hatte am 19. Dezember einen Lastwagen in den Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche gesteuert und zwölf Menschen getötet. Bereits Monate vor der Tat stand er unter Beobachtung der deutschen Behörden und wurde als Gefährder eingestuft.

De Maizière sieht kein Fehlverhalten der Bundessicherheitsbehörden
tagesschau 20:00 Uhr, 28.03.2017

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Über dieses Thema berichteten am 28. März 2017 NDR Info um 15:45 Uhr und die tagesschau um 16:00 Uhr.

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