Zur Haupt-Navigation der ARD.
Zum Inhalt.
[Bildunterschrift: Amflora wird nicht als Nahrungsmittel angebaut - sondern für industrielle Zwecke und als Futtermittel. ]
Trotz der Zulassung der Genkartoffel Amflora wollen große Stärke-Hersteller die Pflanze nicht anbauen. "Wir sehen zurzeit keine Möglichkeit, Amflora anzupflanzen. Die Konsequenzen wären zu groß", sagte ein Vertreter des nach eigenen Angaben größten deutschen Kartoffelstärke-Produzenten Emsland Stärke GmbH der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Das Risiko, Geschäftspartner zu verlieren, sei für das Unternehmen zu groß, "weil es Kunden gibt, die für grüne Gentechnik nicht offen sind".
Auch der Geschäftsführer der Firma Südstärke, Josef Königbauer, sagte der "taz": "Für uns kommt Amflora definitiv nicht in Frage." Südstärke beliefere auch die Lebensmittel-Industrie - die Unternehmen der Branche wollten keine gentechnisch veränderte Stärke in ihrer Produktion. "Wir könnten die konventionellen und die Genkartoffeln im Werk kaum trennen", sagte Königbauer.
Die Umweltschutzorganisation Greenpeace forderte die Bundesregierung auf, Warnungen vor den gesundheitlichen und ökologischen Risiken ernst zu nehmen und den Anbau in Deutschland zu verbieten. Union und FDP sollten sich klar machen, dass die Wähler Gentechnik auf dem Acker und auf dem Teller ablehnten.
Die EU-Kommission hatte Amflora gestern zugelassen. Die Kartoffelsorte des Chemiekonzerns BASF darf demnach zu industriellen Zwecken und als Futtermittel angebaut werden. Amflora ist nicht zum Verzehr bestimmt.
Umweltschützer kritisierten, dass die Antibiotika-Resistenz der Kartoffelsorte die Wirksamkeit von lebenswichtigen Antibiotika gefährden könne.
Die Landesrundfunkanstalten der ARD: BR, HR, MDR, NDR, Radio Bremen, RBB, SR, SWR, WDR,
Weitere Einrichtungen und Kooperationen: ARD Digital, ARTE, PHOENIX, 3sat, KI.KA, DLF/ DKultur, DW