Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung Rauschtrinken bei Jugendlichen rückläufig

Stand: 17.09.2012 15:00 Uhr

Jugendlicher kauft Alkohol | Bildquelle: dapd
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Rauschtrinken bei Jugendlichen ist laut einer Studie rückgängig.

Trinken bis zum Vollrausch ist offenbar bei einer steigenden Zahl von Jugendlichen in Deutschland verpönt. Der Anteil der Zwölf- bis 17-Jährigen, die mindestens einmal im Monat volltrunken waren, sank laut einer Studie binnen vier Jahren von 20,4 auf 15,2 Prozent, wie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in Berlin mitteilte. BZgA-Chefin Elisabeth Pott wertete dies als Erfolg der vor drei Jahren gestarteten Kampagne "Alkohol? Kenn dein Limit". Mit 15 Prozent sei das Rauschtrinken bei Jugendlichen aber nach wie vor "erschreckend hoch", erklärte Pott. Denn dies bedeute, dass mehr als 700.000 Jugendliche dieser Altersgruppe weiterhin riskant Alkohol trinken.

16- bis 17-jährige Jungen trinken fast unverändert weiter

Ihr Verhalten verändert haben den Angaben zufolge jedoch hauptsächlich Mädchen und zwölf- bis 15-jährige Jungen. Bei den 16- bis 17-jährigen männlichen Jugendlichen, die am meisten trinken, besserte sich hingegen wenig. 45 Prozent haben sich in den letzten 30 Tagen in einen Rausch getrunken (2008: 48,5 Prozent). Die Kampagne wird laut BZgA deshalb künftig geschlechtsspezifisch ausgerichtet. Die Internetseite www. kenn-dein-limit.info hält erstmals spezielle Informationsbereiche für Mädchen und Jungen bereit. Auch die neuen Plakatmotive sind geschlechtsspezifisch ausgerichtet.

Auch grundsätzlich kritischere Einstellung gegenüber Alkohol

Neben einem Rückgang beim sogenannten Komasaufen zeichnet sich laut Studie auch eine grundsätzlich kritischere Einstellung gegenüber Alkohol ab. Immer weniger Jugendliche und junge Erwachsene in Deutschland glauben demnach, dass maßvoller Alkoholkonsum einen positiven Einfluss auf die Gesundheit habe. Zudem halten immer mehr einen Alkoholrausch für eine große Gesundheitsgefahr.

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