Air-Berlin-Flugzeug  | Bildquelle: dpa

Luftfahrt-Bundesamt Untersuchungen nach Air-Berlin-Manöver

Stand: 17.10.2017 14:07 Uhr

Der letzte Langstreckenflug einer Air-Berlin-Maschine endete ungewöhnlich. In Düsseldorf steuerte der Pilot sein Flugzeug in einer Kurve über das Terminal. Nun untersucht das Luftfahrt-Bundesamt das Manöver.

Ein aufsehenerregendes Flugmanöver der letzten Air-Berlin-Maschine aus den USA nach Düsseldorf beschäftigt nun das Luftfahrt-Bundesamt. Das Flugzeug aus Miami war am Montag kurz vor der Landung durchgestartet und nach links über den Düsseldorfer Airport abgedreht. Nach einer Runde brachte der Pilot Flug AB 7001 sicher auf den Boden.

Das Luftfahrt-Bundesamt (LBA) untersuche den Vorfall, sagte ein Sprecher der insolventen Fluggesellschaft. "Air Berlin unterstützt das LBA vollumfänglich bei seiner Arbeit." Die Behörde war für eine Bestätigung zunächst nicht zu erreichen.

Manöver war offenbar abgesprochen

Zuvor hatten mehrere Medien über den Vorfall berichtet. Nach Angaben des Sprechers handelte es sich "um ein Durchstartmanöver in vorgeschriebener Höhe in Absprache mit dem Fluglotsen". Der Grund werde nun aufgearbeitet. Der Deutschen Flugsicherung zufolge habe der Pilot vor dem Landeanflug im Falle eines Durchstartmanövers die Richtung angefragt. Die Lotsen hätten daraufhin die Linkskurve freigegeben. In welcher Höhe der Pilot schließlich abdrehe, liege in seiner eigenen Verantwortung.

Videos in Internet zeigen das Flugmanöver. Beschwerden von Passagieren gab es nach Angaben von Air Berlin nicht.

Über dieses Thema berichtete WDR aktuell am 17. Oktober 2017 um 16:00 Uhr.

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