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UN-Bericht veröffentlicht
Weniger HIV-Infizierte, weniger Aids-Tote
Die Zahl der Neuinfektionen mit HIV hat einen Tiefstand erreicht. Von 1997 bis 2010 sei sie um gut ein Fünftel auf 2,67 Millionen weltweit gefallen, heißt es im aktuellen Bericht des HIV/AIDS-Programms der Vereinten Nationen (UNAIDS). Die Gesamtzahl der weltweit Infizierten und Erkrankten schätzte UNAIDS auf 34 Millionen.
Weltweit starben im vergangenen Jahr 1,8 Millionen Menschen an Aids. Therapien haben nach Schätzung von UNAIDS 700.000 weitere Tote verhindert. Die Aids-Epidemie sei noch nicht gestoppt, betonte UNAIDS-Direktor Michel Sidibé. Die Vision einer Welt ohne Neuinfektionen und Aids-Tote komme aber näher. Entwicklungsminister Dirk Niebel sagte, jede Neuinfektion sei eine zu viel. Um Aids einzudämmen, müsse vor allem "intelligent investiert"werden.
Weniger HIV-Neuinfizierte in Deutschland
S. Eilts, ARD Berlin
21.11.2011 14:04 Uhr
Weniger infizierte Neugeborene
Besondere Fortschritte gab es bei der Behandlung von Schwangeren: Knapp die Hälfte der Schwangeren mit HIV habe Medikamente bekommen, die eine Übertragung des Virus auf das Kind verhindern sollen, heißt es in dem in Berlin präsentierten Bericht. Die Zahl der Neuinfektionen bei Kindern sank auf 390.000 - im Jahr 2001 hatte sie bei 550.000 gelegen. UNAIDS nannte das Beispiel Botsuana als Erfolg: Hier seien 2003 noch 20 Prozent der Babys HIV-infizierter Mütter selbst infiziert gewesen. Im vergangenen Jahr waren es nur noch vier Prozent.
AIDS: Zahl der Neuinfektionen weltweit rückläufig
tagesschau 12:00 Uhr, 21.11.2011, Bettina Scharkus, ARD Berlin
Kritisch bleibt die Situation in Afrika südlich der Sahara
Rund 68 Prozent der weltweit Infizierten und Erkrankten (22,9 Millionen) leben in Afrika südlich der Sahara - einer Region, in der nur zwölf Prozent der Weltbevölkerung lebten. Auf das Gebiet entfallen auch 70 Prozent der Neuinfektionen.
Die Zahl der HIV-Infizierten in West- und Zentraleuropa 2010 wurde mit rund 840.000 angegeben - bei 30.000 Neuinfektionen und 9900 auf Aids zurückgehenden Todesfällen. Einen Anstieg der Infizierten um 250 Prozent von 2001 bis 2010 auf 1,5 Millionen habe es in Osteuropa und Zentralasien gegeben. 90 Prozent dieser Fälle entfielen auf Russland und die Ukraine. Ursache sei in diesen Ländern vor allem verseuchtes Drogenbesteck. Die Zahl der Aids-Toten in der Region liege inzwischen bei geschätzt 90.000. Im Jahr 2001 waren es noch 7800.
Stand: 21.11.2011 13:07 Uhr
