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Bauern, Verbraucher, Tierschützer und Umweltaktivisten sind in Berlin für eine Agrarwende auf die Straßen gegangen. Mehrere Tausend Demonstranten zogen mit 80 Traktoren durch das Regierungsviertel zum Brandenburger Tor, wo eine Abschlusskundgebung und ein Konzert geplant sind. Sie forderten eine Abkehr von der industriellen Landwirtschaft, den Ausstieg aus der Gentechnik und die Unterstützung für ökologische Produktionsformen.
Zu der Demonstration unter dem Motto "Wir haben es satt! Nein zu Gentechnik, Tierfabriken und Dumping-Exporten" hatte ein Bündnis aus 120 Organisationen aufgerufen. Hintergrund der Aktion ist insbesondere auch der aktuelle Dioxin-Skandal in Deutschland.
Zuvor waren nach Angaben der Veranstalter die Bauern mit ihren Traktoren vor das Messegelände der "Grünen Woche" gezogen. Sie waren größtenteils aus Niedersachsen und Brandenburg angereist, einige Traktoren trugen auch Kennzeichen aus Schleswig-Holstein und Westfalen.
Auf einem Transparent hieß es "Bauer bleiben, nicht Knecht der Agrarindustrie", auf anderen "Gentechnik = Lügentechnik" und "Wir haben Tierfabriken satt". Die Landwirte warnten die Parteien: "Wer die Bauern quält, wird nicht gewählt."
Parallel zu den Protesten in Berlin kommen heute die Landwirtschaftsminister aus mehr als 50 Staaten in der Hauptstadt zusammen, um über Welternährung und Handel zu beraten. Beim dritten internationalen Agrarministertreffen im Rahmen der "Grünen Woche" geht es im Kern um die Frage, wie weltweit genug Nahrungsmittel zu bezahlbaren Preisen verfügbar sein können. Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner hatte bereits angekündigt, sich für eine Eindämmung der Spekulation auf den Preis von Lebensmitteln einsetzen zu wollen.
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