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[Bildunterschrift: Demonstranten in Burka wenden sich gegen den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr ]
Gegen die geplante Mandatsverlängerung für die Bundeswehr in Afghanistan haben Tausende Menschen in Berlin und Stuttgart protestiert. Die Angaben über die Zahl der Teilnehmer gingen auseinander: Während die Veranstalter in Berlin rund 7000 Demonstranten zählten, waren es laut Polizeiangaben 3300. In Stuttgart nahmen laut Polizei rund 2000 Menschen an der Kundgebung teil.
Bei der Auftakt-Kundgebung am Brandenburger Tor forderten Redner mehrerer linker Gruppen den Abzug der ausländischen Truppen vom Hindukusch. Die Tochter des kubanischen Revolutionärs Ernesto "Ché" Guevara, Aleida Guevara, warf den USA eine aggressive Politik gegen den Irak, Afghanistan und ihr eigenes Land vor.
Der Protestmarsch in der Hauptstadt zog vom Brandenburger Tor zum Gendarmenmarkt, wo es am Nachmittag eine Abschlusskundgebung gab. Die Teilnehmer appellierten an die Bundestagsabgeordneten, gegen eine Fortsetzung des Einsatzes zu stimmen. Im Oktober muss der Bundestag über die weitere Beteiligung der Bundeswehr an der Internationalen Schutztruppe ISAF entscheiden. Mitorganisatorin Christine Buchholz, Vorstandsmitglied der Partei Die Linke, sagte, mit der Demonstration sei ein deutliches Zeichen gegen die Verlängerung des Afghanistan-Mandats gesetzt worden.
[Bildunterschrift: Peter Struck ]
SPD-Fraktionschef Peter Struck plädierte in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" dafür, der Nato-Bitte nach dem Einsatz von Awacs-Überwachungsflugzeugen zur Luftraumüberwachung in Afghanistan nachzukommen. Der frühere Verteidigungsminister sagte, er sei "sicher", dass die SPD-Fraktion einem solchen Antrag "mit großer Mehrheit" folgen werde, wenn sich Außen- und Verteidigungsminister dafür stark machten. Er räumte ein, dass die Unterstützung der Bevölkerung für den Afghanistan-Einsatz sinke und die Skepsis größer werde.
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