Frauke Petry | Bildquelle: REUTERS

AfD-Fraktion trifft sich Wer folgt Petry?

Stand: 26.09.2017 10:33 Uhr

Die AfD-Abgeordneten kommen heute zu ihrer ersten Sitzung zusammen - ohne Frauke Petry. Hochrangige Parteimitglieder legen ihr einen Austritt aus der AfD nahe. Sonst lasse sich ein Parteiausschlussverfahren kaum verhindern. Spitzenkandidat Gauland ist da zurückhaltender.

Einen Tag nach der Absage der AfD-Vorsitzenden Frauke Petry an eine Beteiligung an der künftigen Bundestagsfraktion kommen die verbliebenen Abgeordneten zu ihrer ersten Sitzung zusammen. Dabei wird auch eine erste Klärung erwartet, ob es unter den 93 verbliebenen AfD-Parlamentariern weitere gibt, die sich wie Petry abspalten wollen.

Vor dem Treffen forderte der Co-Vorsitzende Jörg Meuthen Petry auf, aus der AfD auszutreten. Mit diesem Schritt könne sie "ein mögliches Parteiausschlussverfahren verkürzen, wie es manche in der Partei nun fordern", sagte Meuthen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Wenn sie nicht freiwillig gehe, werde sich ein Parteiausschlussverfahren kaum verhindern lassen, sagte der Landesvorsitzende der AfD in Sachsen-Anhalt, Andre Poggenburg, im Deutschlandfunk. Wenn sie Alleingänge machen wolle, solle sie dies tun, aber außerhalb der AfD.

Im ARD-Brennpunkt hatte Spitzenkandidat Alexander Gauland gesagt, er halte einen Rauswurf für schwierig umsetzbar: "So schnell wirft man keinen heraus." Er glaube aber, dass Petry selbst wisse, dass sie in der Partei ihre Zukunft hinter sich habe. Gegenüber dem ZDF äußerte er sein Bedauern über Petrys Ausscheiden: "Wir verlieren ein Talent."

Deutschland hat gewählt
Brennpunkt, 25.09.2017

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Genug Unterstützung für eigene Fraktion?

Petry hat sich bisher nicht zum einem möglichen Parteiaustritt geäußert. Am Montag hatte sie ankündigt, sich nicht der AfD-Bundestagsfraktion anschließen, sondern fraktionslos bleiben zu wollen. Sie wurde mit einem Direktmandat in den Bundestag gewählt.

Laut Geschäftsordnung des Bundestags müsste sie 34 andere Abgeordnete hinter sich bringen, um eine eigene Fraktion zu bilden. Danach sieht es derzeit nicht aus: Der NRW-Co-Chef Martin Renner vermutet, dass Petry "nicht mehr als zehn Prozent der Funktionsträger und Parteimitglieder hinter sich" hat. Ähnlich äußerten sich auch andere Parteimitglieder.

Die AfD hatte bei der Bundestagswahl am Sonntag 12,6 Prozent der Stimmen erreicht und zieht erstmals ins Parlament ein.

Über dieses Thema berichtete der ARD-Brennpunkt am 25. September 2017 um 20:15 Uhr.

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