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Inland
Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann (Foto: picture alliance / dpa)
Italienische Anarchisten bekennen sich zu Ackermann-Briefbombe
Nach Anschlagsversuch auf Deutsche-Bank-Chef Ackermann

Italienische Anarchisten bekennen sich

Zu dem versuchten Briefbombenanschlag auf Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann in Frankfurt am Main hat sich nach Angaben des hessischen Landeskriminalamtes die "Federazione Anarchica Informal" - eine linksanarchistische Gruppe aus Italien - bekannt, die aus mehreren Terrorzellen bestehen soll. Bei der Spurensicherung sei ein verstecktes, gerolltes Bekennerschreiben der "FAI - Federazione Anarchica Informale" entdeckt worden, teilte das LKA mit.

Zwei weitere Bomben im Umlauf?

In dem Schreiben werde vor "drei Explosionen gegen Banken, Bankiers, Zecken und Blutsauger" gewarnt. Das LKA geht daher davon aus, dass noch zwei weitere Briefbomben verschickt worden sein könnten.

Bei der Deutschen Bank war gestern die verdächtige Postsendung eingegangen. Ersten Erkenntnissen des hessischen Landeskriminalamts (LKA) zufolge handelte es sich dabei um eine "funktionsfähige Briefbombe". Die Untersuchungen seien noch nicht abgeschlossen, deshalb nannten Staatsanwaltschaft und LKA keine weiteren Details.

Die Türme der Deutschen Bank in Frankfurt. (Foto: dpa) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Die Türme der Deutschen Bank in Frankfurt - hier kam die Briefbombe an. ]
Zuvor hatte ein Polizeisprecher in Frankfurt gesagt, in der gestern abgefangenen Sendung an Ackermann sei Pulver gefunden worden, das vermutlich entzündlich sei und in die Luft gehen könnte. Es handele sich dabei um einen "Eigenbau" etwa aus Feuerwerkskörpern, bislang deute nichts auf einen "gewerblichen oder militärischen Sprengstoff" hin. Allerdings sei davon auszugehen, dass die Substanz bei einer Zündung möglicherweise Verletzungen hätte verursachen können.

Die Nachrichtenagentur Reuters hatte unter Berufung auf US-Sicherheitsbehörden erklärt, dass es sich um eine Briefbombe handele. Diese soll laut vorläufigen Untersuchungen Sprengstoff und Bombensplitter enthalten haben. Als Absender sei die ebenfalls in Frankfurt ansässige Europäische Zentralbank angegeben worden.

Die FAI, hatte bereits in der Vergangenheit Schlagzeilen gemacht – unter anderem 2003 bei einem Anschlagversuch, ebenfalls mit einer Briefbombe, auf die Europäische Zentralbank. Im Dezember vergangenen Jahres wurde die Terroristen-Gruppe in Verbindung gebracht mit Paketbomben, die an die Schweizer und an die Chilenische Botschaft in Rom adressiert waren. Im März war in Olten in der Schweiz eine Paketbombe, in Büro der Atomlobby-Organisation Swissnuclear explodiert. Auch dieser Anschlag wird der FAI angelastet.

Stand: 08.12.2011 18:13 Uhr
 

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