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Bei der Abgeordnetenhauswahl in Berlin ist die SPD erneut stärkste Partei geworden. Die Sozialdemokraten verloren laut aktueller ARD-Hochrechnung von Infratest dimap leicht an Zustimmung und erreichten 28,4 Prozent. Damit dürfte der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit weiter im Amt bleiben.
Wowereit muss sich aber einen neuen Koalitionspartner suchen, eine rot-rote Koalition hat den bisherigen Ergebnissen zufolge keine Mehrheit mehr. Möglich wäre eine rot-grüne oder eine Große Koalition. Wowereit sagte, mit den Grünen gebe es die meisten Schnittmengen.
Die Christdemokraten konnten sich im Vergleich zur Abgeordnetenhauswahl 2006 leicht verbessern, sie kommen auf 23,2 Prozent, nach 21,3 Prozent vor fünf Jahren.
Die Grünen gewinnen deutlich hinzu und holen der ARD-Prognose zufolge 17,6 Prozent der Stimmen.
Die Linkspartei verlor leicht. Sie landete bei 11,6 Prozent; vor fünf Jahren waren es 13,4 Prozent.
Großer Verlierer ist auch in Berlin die FDP. Die Liberalen verlieren deutlich und liegen bei nicht einmal mehr zwei Prozent. Damit fliegt die FDP auch in der Hauptstadt aus dem Landesparlament. 2006 hatte sie hier noch 7,6 Prozent der Stimmen geholt.
Dafür wird künftig die Piratenpartei im Abgeordnetenhaus vertreten sein, sie liegt mit 9,0 Prozent deutlich über der Fünf-Prozent-Hürde.
Im Laufe des Tages hatte sich eine niedrige Wahlbeteiligung abgezeichnet. Bei trübem Wetter mit teilweise heftigem Regen gaben bis 16.00 Uhr nur 46 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab. Dafür nutzten viele Bürger die Möglichkeit der Briefwahl. Laut ARD-Prognose liegt die Wahlbeteiligung bei 59 Prozent, etwas höher als vor fünf Jahren.
Bis 18.00 Uhr hatten die 1736 Wahllokale in 78 Wahlkreisen der Hauptstadt geöffnet. Rund 2,47 Millionen Wahlberechtigte waren dazu aufgerufen, über die mindestens 130 Sitze im Landesparlament zu entscheiden. Parallel zur Abgeordnetenhauswahl werden auch die zwölf Berliner Bezirksparlamente gewählt, die die Bezirksbürgermeister bestimmen.
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