Das Rheinufer von St. Goarshausen (Rheinland-Pfalz) ist vom Hochwasser überflutet | Bildquelle: dpa

Hochwasser an Rhein und Mosel Anspannung im Westen, Aufatmen im Süden

Stand: 09.01.2018 02:33 Uhr

Überflutete Straßen, vollgelaufene Keller - das Hochwasser an Rhein, Mosel und Donau hat große Schäden angerichtet. Während in Köln der Höchststand erreicht ist, erwartet Düsseldorf den Scheitelpunkt in der Nacht. Der Süden hat das Schlimmste bereits hinter sich.

Das Hochwasser am Rhein hat nach Einschätzung von Fachleuten in Köln seinen Höchststand erreicht. "Wir können sagen, dass der Wasserstand jetzt stagniert", sagte eine Sprecherin der Stadtentwässerungsbetriebe. Der jüngst gemessene Höchstwert sei 8,78 Meter gewesen. Nun gehe man davon aus, dass sich das Wasser langsam wieder zurückziehe. Experten sagen für morgen noch einen Pegelstand von 8,37 bis 8,66 Metern voraus.

Flussabwärts in Düsseldorf rechnen die Behörden am späten Abend mit etwa 8,30 Meter am Scheitelpunkt des Hochwassers; am Morgen wurden hier 8,25 Meter gemessen. Bei Köln bleibt die Schifffahrt wegen des Hochwassers komplett eingestellt. Auch andere Teile der Mosel und des Rheins blieben für Schiffe gesperrt.

Hochwasser: Vollgelaufene Keller und überflutete Straßen
Peter Sonnenberg, SWR, 08.01.2018, Morgenmagazin

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Koblenzer Altstadt überflutet

Das Hochwasser richtete große Schäden an: Zahlreiche Straßen waren wegen der Fluten nicht mehr passierbar. Aus Sicherheitsgründen können zudem mehrere Zuglinien, etwa bei Bad Honnef, nicht mehr befahren werden. Die Koblenzer Altstadt stand zu weiten Teilen unter Wasser, viele Keller liefen voll mit Wasser. Die Feuerwehr musste zu mehreren Einsätzen ausrücken. In dem Ort Schönau im Schwarzwald warnen die Behörden wegen des Hochwassers vor Krankheitserregern im Trinkwasser.

Seit Tagen hatten sich Köln und andere Städte in Nordrhein-Westfalen auf die vorhergesagte Hochwasserwelle vorbereitet. In Köln - das aufgrund seiner topographischen Lage als eine der hochwassergefährdetsten Großstädte in Europa gilt - schlossen die Behörden in einigen Bereichen die Fluttore und nahmen 13 Hochwasserpumpwerke in Betrieb. Zudem wurden mehrere hundert Schieber geschlossen, die verhindern sollen, dass Rheinwasser in die städtische Kanalisation läuft.

Aufatmen im Süden

Weiter südlich haben die Menschen bereits das Schlimmste hinter sich. Nach Angaben des Meldezentrums in Rheinland-Pfalz ist der Scheitel der Mosel in Trier inzwischen erreicht worden - das Wasser sinkt wieder. Entwarnung gaben die Behörden auch in Baden-Württemberg. "Die Scheitelwerte in größeren Flüssen sind größtenteils erreicht", heißt es auf der Website der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz.

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Hochwasser am Rhein

Überflutete Straßen und Anleger, Hochwasser am Rhein

Blick auf den Fähranleger am Rhein in Xanten (Nordrhein-Westfalen) aufgenommen mit einer Drohne

Eine Drohnenaufnahme zeigt das gesamte Ausmaß der Überflutungen: Mehrere Hundert Meter breitet sich das Wasser teilweise aus, wie der Blick auf den Fähranleger am Rhein im nordrhein-westfälischen Xanten zeigt. | Bildquelle: dpa

Für die seit Freitag wartenden Schiffe auf dem Oberrhein zwischen Iffezheim und Germersheim könnte das bald die Erlaubnis zur Weiterfahrt bedeuten, sagte Manfred Bremicker von der Hochwasservorhersagezentrale in Karlsruhe.

Auch an der Donau atmen die Anwohner auf: Am Ende war das Hochwasser nicht so dramatisch wie zunächst befürchtet. Nur vereinzelt standen Keller und ufernahe Straßen unter Wasser. Und die Pegelstände sinken. Allgemein wird zum Anfang der Woche angesichts ausbleibender weiterer Niederschläge mit einer Entspannung der Lage an den Flüssen auch in Westdeutschland gerechnet.

Über dieses Thema berichtete das morgenmagazin am 8. Januar 2018 um 06:38 Uhr.

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