Mutter und Sohn lehnen am Geländer zu einem Schafsstall und schauen in die Kamera.

Osteuropäer im Porträt Zwischen Liebe und Zorn

Stand: 19.05.2019 09:03 Uhr

Die EU-Osterweiterung ist 15 Jahre her. In vielen damaligen Beitrittsländern regieren derzeit Europakritiker. Wie sehen die Bürger die EU heute? ARD-Reporter haben in sechs Ländern ganz unterschiedliche Menschen getroffen und porträtieren sie.

Am 1. Mai 2004 überschritten tausende Polen die Grenze nach Deutschland. Von diesem Tag an war das ohne Weiteres möglich, denn an diesem Tag trat Polen der EU bei. 15 Jahre ist die sogenannte Osterweiterung nun her. Zehn Staaten wurden damals EU-Mitglieder, darunter Estland, Slowenien, Polen, Tschechien und Ungarn. Etwas später kam auch Rumänien dazu.

Mit dem Beitritt zur EU verbanden damals viele Osteuropäer große Hoffnungen. Heute sieht das teilweise anders aus. Ungarns Regierung startete vor rund drei Monaten eine Plakatkampagne gegen die EU. Der Titel: "Brüssels Migrations-Anreizpläne". In Polen sprechen Regierungsmitglieder davon, dass man sie in Brüssel als "EU-Mitglieder zweiter Klasse" behandle. Rumänien hat zwar aktuell die EU-Ratspräsidentschaft inne, wird dabei aber skeptisch von den anderen EU-Regierungschefs beäugt.

Was aber denken die Menschen in den osteuropäischen Staaten? Wie sehen und erleben sie Europa heute? ARD-Reporter haben in sechs Ländern ganz verschiedene Menschen getroffen - junge Menschen, alte Menschen, Kritiker der EU und Befürworter. Sie leben als Schäfer, als Bauern, sind Schüler oder pendeln jeden Tag über die Grenze. Hier werden sechs von ihnen vorgestellt.

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Ungarn: "Das Wunder von Cserdi"
 

Rumänien: Der Traum des jungen Schäfers

Estland: Schülerin auf dem Weg nach Europa
 
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Rumänien: Der Traum des jungen Schäfers
 

Estland: Schülerin auf dem Weg nach Europa

Slowenien: Landwirt an der Grenze des Schengenraums
 
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Estland: Schülerin auf dem Weg nach Europa
 

Slowenien: Landwirt an der Grenze des Schengenraums

Tschechien: Kampf im Untergrund für europäische Werte
 
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Slowenien: Landwirt an der Grenze des Schengenraums
 

Tschechien: Kampf im Untergrund für europäische Werte

Polen: "Brüssel unterdrückt die Nationen"
 
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Tschechien: Kampf im Untergrund für europäische Werte
 

Polen: "Brüssel unterdrückt die Nationen"

Über dieses Thema berichtete der MDR am 01. Mai 2019 um 16:30 Uhr.

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