Zwischen den Kontinenten

Istanbul

Zwischen den Kontinenten

Patrick Diekmann verbrachte im vergangenen Sommer ein Auslandssemester in Istanbul und erlebte so auch die Gezi-Proteste vor Ort. In dieser aufwühlenden Zeit waren die Fährfahrten auf dem Bosporus zwischen dem europäischen und asiatischen Teil der Stadt für ihn "eine Art Ruhepol, in einer Millionenmetropole, die eigentlich keine Ruhe kennt. Durch die Ruhe, die Seeluft und den sehr guten Tee an Deck, wurde der Weg zwischen den Kontinenten oft zum eigentlichen Ziel. Auch wenn Istanbul nicht zur EU gehört, ist die Türkei geographisch und kulturell ein Teil Europas. Der Bosporus ist auch die geographische Verbindung zwischen Europa und Asien."

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Während Patrick Diekmann die Vorzüge der Fährfahrt nicht schöner hätte ausmalen können, gibt es seit Oktober 2013 noch eine andere Möglichkeit sich zwischen den Kontinenten zu bewegen: von Asien nach Europa oder umgekehrt, in nur 4 Minuten. Möglich macht es Marmaray, ein Tunnel, der durch den Bosporus führt und die erste Bahnverbindung zwischen den beiden Kontinenten ist. Die türkische Presse bezeichnete das Mammut-Projekt deshalb auch als "eiserne Seidenstraße". Die Bauarbeiten begannen bereits 2004, verzögerten sich aber massiv, als Überreste des antiken Hafens von Byzanz inklusive Schiffen sowie mehr als 8500 Jahre alte Gräber entdeckt wurden. Den größten Teil der rund 2,5 Milliarden Euro Baukosten haben die Europäische Investitionsbank sowie die Japan International Cooperation Agency getragen.

Stand: 21.05.2014 16:43 Uhr

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